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Erst mal ein Herri: André Golgener hat die Fecebook-Gruppe gegründet.© Decker

Facebook

Rettungsaktion: 6300 unterstützen Herri im Internet

Sie wollen die Marke Herrenhäuser retten und formieren sich im Internet: Bei Facebook haben sich inzwischen 6300 Menschen der Gruppe "Wir Retten Herrenhäuser Flashmob" angeschlossen – auch aus Patriotismus.

Hannover. Herrenhäuser-Fans sind kreativ: Bei Facebook, dem sozialen Internet-Netzwerk, gibt es Bilder, die jeder Brauereiwerbung das Wasser reichen könnte: das Herrenhäuser Pils vor der Freiheitsstatue, Comic-Kultfigur Homer Simpson im 96-Trikot und mit Herri in der Hand. Ein Lob-Lied gibt es ebenfalls. Titel: „Erstma‘n Herri“.49 Fotos haben die Fans der Facebook-Gruppe „Wir Retten Herrenhäuser Flashmob“ bislang hochgeladen. Das Besondere: die Gruppe gibt es erst seit 14 Tagen, hat bis gestern aber schon mehr als 6300 Mitglieder – Tendenz steigend. Der Internetzusammenschluss hat die Straßendemo abgelöst.

 

Gruppengründer ist André Golgener, 33 Jahre. „Hannover ohne eigenes Bier? Das geht gar nicht“, sagt Golgener, der unter anderem die Partyreihe „Linden Love“ im Kulturzentrum Faust organisiert. Für den 19. Juni ab 16 Uhr hat der Herri-Fan zum Massenkauf aufgerufen, das Bier soll dann an verschiedenen Orten in Hannover verköstigt werden. Eine zentrale Veranstaltung, wie bei einem Flashmob üblich, will Golgener nicht auf die Beine stellen. „Das soll nicht in Stress und Randale enden, sondern in gemütlichen Grill-Feiern.“

 

Dass mit dem Massenkauf die Brauerei nicht gerettet wird, ist dem Partymacher klar. „Ich beobachte mit Sorge, was mit der Gilde passiert. Das soll Herrenhäuser erspart bleiben. Und das möchte ich den Leuten ins Gewissen rufen.“ Was bei Herrenhäuser funktioniert, klappte bei Gilde nicht: die Eigeninitiative von Bierfans. Unterschied der beiden Biermarken: Herrenhäuser ist privat geführt, Gilde gehört zum Biermulti Inbev. Deswegen fehle der Gilde der Lokalpatriotismus, der jetzt für Herrenhäuser zum Tragen komme, hatte Kommunikationswissenschaftlerin Dorotheé Hefner vor kurzem in der NP das Phänomen „Hilfe für Herrrenhäuser“ erklärt.

 

Neues Vertrauen auch in der Gastronomie: Zwölf Betriebe wollen Herrenhäuser wieder ausschenken, „an ihrem zweiten oder dritten Hahn“, sagt Herrenhäuser-Chef Manfred Middendorf. Darunter seien auch namhafte Kneipen. Und der Handel vermeldet eine ungebrochene Nachfrage: Bei Getränkemultis wie Staude oder dem Discounter Kaufland zählt Herri zu den Biersorten, die mit am häufigsten verkauft werden.

 

(Von Andreas Voigt)


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