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Sonderausstellung "Reklamekunst aus Hannover - von Leibniz-Keks bis Pelikano". Museum August-Kestner, Bianca 28j Studentin, Foto: Rainer Droese

Sonderausstellung "Reklamekunst aus Hannover - von Leibniz-Keks bis Pelikano". Museum August-Kestner, Bianca 28j Studentin, Foto: Rainer Droese© Rainer Droese

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Reklamekunst aus Hannover

Mit der Frage, wie Produktwerbung gestaltet sein muss um Erfolg zu bringen, mussten sich Unternehmer, Reklamefachleute und Künstler erstmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen. Auch Unternehmen in Hannover wie zum Beispiel Bahlsen, Pelikan und Continental beschäftigten sich frühzeitig damit.

Hannover. Die neue Ausstellung im Museum August Kestner „Reklamekunst aus Hannover - von Leibniz-Keks bis Pelikano“ befasst sich mit den ersten Werbemitteln hannoverscher Firmen aus der Zeit von 1900 bis 1970. Kuratorin Dr. Sally Schöne erklärt: „Uns ging es in der Ausstellung darum, den Beginn der Werbegeschichte Hannovers zu zeigen.“ Im Gegensatz zur heutigen Werbung war es damals üblich, Künstler zur Gestaltung der Werbemittel zu engagieren, sie sollten die Produkte in den Köpfen der Kunden einprägen. „Heute entwerfen meist Agenturen die Werbung für Unternehmen. So hat sich das Verhältnis von Reklame und Kunst mit der Zeit verschoben,“ erläutert Direktor Dr. Thomas Schwark.

Die Ausstellung setzt sich unter anderem aus Annoncen, Präsentationsobjekten für Schaufenster und Verpackungen zusammen. „Wir haben beispielsweise eine Skulptur aus alten Keksdosen von Bahlsen entworfen,“ freut sich Schöne. Aber auch die Unternehmer und Künstler selbst werden vorgestellt. Dazu zeigen historische Fotografien, wie die Reklame das damalige Stadtbild Hannovers prägte. In einem kleinen Kinosaal werden den Besuchern kurze Werbefilme, beispielsweise der Firma Appel von 1960, gezeigt, die verdeutlichen, wie stark Werbung von der jeweiligen Zeitepoche geprägt ist.

Da einen Großteil der Ausstellung, Objekte der Firma Bahlsen ausmachen, soll das diesjährige Museumsfest am 30. Oktober ein internationales Keksfest werden. Dazu soll ein Rahmenprogramm bestimmte Aspekte der Ausstellung vertiefen. Museumspädagogin Pia Drake verrät: „Am 28. September wird es zum Beispiel eine Lesung der Autorin Kristina Huttenlocher aus ihrem Buch „Sprengel. Die Geschichte der Schokoladenfabrik“ geben.“ Außerdem werden Stadtteilspaziergänge auf den öffentlich zugänglichen Außengeländen einiger Firmen stattfinden. Noch bis zum 29. Januar haben Besucher Zeit die Ausstellung im Museum August Kestner zu besuchen.

Sarah Förste


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