Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Grüne mahnen Naturschutz an
Hannover Meine Stadt Grüne mahnen Naturschutz an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:34 03.02.2019
Katrin Langensiepen Quelle: Foto: Behrens
Hannover

Lang anhaltender Applaus war ihr sicher. Katrin Langensiepen hat am Sonnabend den Europawahlkampf der Grünen eingeleitet. Noch ist sie Ratsfrau – doch mit Platz 9 auf der Bundesliste sehr wahrscheinlich künftige Europaabgeordnete. Sie könnte dann der Region mehr Druck machen.

Auf ihrer Mitgliederversammlung haben die Grünen mehr Naturschutz angemahnt. Sie fordern die Verwaltung der Region Hannover auf, unverzüglich die restlichen Natura-2000-Gebiete als Naturschutzgebiete auszuweisen. „Wenn die Quote nicht erfüllt wird, drohen Strafen“, sagt Regionschef Henning Krause.

Natura 2000 ist ein zusammenhängendes ökologisches Netz von Schutzgebieten in Europa, die durch Ausweisung von Naturschutzgebieten hoheitlich gesichert werden müssen. Grundlage ist die Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Richtlinie der EU von 1992. „Bei der Ausweisung hängt Niedersachsen als einziges deutsches Bundesland hinterher“, so die Grünen.

Dass die Quote nicht erreicht wird, sieht die Opposition als Versäumnis der Großen Koalition von SPD und CDU in der Region an. Krause: „Die GroKo verzögert den Abschluss der Verfahren in der Region Hannover, weil Land- und Forstwirte Einnahmeeinbußen befürchten. Dieses Verhalten bevorteilt Einzelne und schädigt die Allgemeinheit! Einheimische Tiere und Pflanzen, wie im Altwarmbüchener Moor, gehen unwiederbringlich verloren.“

Außer dem Verlust an Pflanzen- und Tiervielfalt könne die „Hinhaltetaktik“ teuer werden, befürchten die Grünen. Ihr Parteichef: „Die letzte Frist der EU-Kommission ist Ende 2018 verstrichen und Niedersachsen muss mit Strafzahlungen von einmalig mindestens 11,83 Millionen Euro rechnen.“ Jeder weitere Tag ohne abschließende Ausweisung aller Naturschutzgebiete werde die Steuerzahler mindestens 861.000 Euro kosten.

Wegen der Vertragsverletzung im Naturschutz hat die EU-Kommission angekündigt, gegen Deutschland vorzugehen. EU-Staaten müssen die auf einer Liste geführten Naturschutzgebiete besonders ausweisen. Fürs Altwarmbüchener Moor, so Krause, sei das noch nicht geschehen.

Von Vera König

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach intensiver Ideen-Suche sollen jetzt Planer konkrete Vorgaben bekommen, wie das Steintor künftig aussehen soll. Die Stadt stellt am Montag als Ergebnis der Bürgerbeteiligung die Platz-DNA vor.

03.02.2019

Man muss keine Gesangsausbildung haben, um musikalisch mitzumischen. Bei „Sing dela Sing“ treffen sich regelmäßig fremde Menschen, um gemeinsam Hits von Abba bis Ed Sheeran anzustimmen. Die NP hat die Veranstaltung in der Cumberlandschen Galerie besucht.

03.02.2019

Das neue Ärztehaus soll Ende 2021 fertig sein. Doch bleibt es bei dem Baupreis von 75 Millionen Euro? Ein Experte zweifelt an der Kalkulation und rechnet mit Mehrkosten.

03.02.2019