Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Region sucht Gewerbeflächen
Hannover Meine Stadt Region sucht Gewerbeflächen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 09.08.2016
FIT FÜR FIRMEN: Gewerbefläche in Langenhagen. Quelle: Christian Behrens
Anzeige
HANNOVER

Nur für 44 Hektar dieses Riesenkuchens gibt es bislang einen Bebauungsplan, sie sind erschlossen und im Eigentum der jeweiligen Kommune. Das ergibt sich aus dem diesjährigen Gewerbeflächenmonitorings, den die Region gestern herausgegeben hat. „Das Gewerbeflächenpotenzial ist seit 2013 um 30 Prozent zurückgegangen, der Anteil sofort verfügbarer Flächen mit Autobahnanbindung liegt seit Jahren nur bei rund fünf Prozent“, sorgt sich Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz deshalb. „Das bremst unsere Flächenvermarktung und hat dazu geführt, dass wir einige Unternehmensanfragen nicht mehr bedienen konnten“, bedauert er.

Vor allem Logistiker, die gerne in der Region in Autobahnnähe neue Standorte schaffen wollen, kommen nicht zum Zug. Grund sind zu wenige Flächen von mindestens fünf Hektar, wo auch nächtlicher Lieferverkehr durch große Lkw möglich ist.

Eine Punktlandung gelang da zuletzt Fiege Logistik, die gerade 75 000 Quadratmeter für eine neue Niederlassung in Großburgwedel hinter der Rossmann-Zentrale gekauft hat. Zwischen 200 und 400 Arbeitsplätze will das Grevener Unternehmen in der Region schaffen. Großburgwedel hatte sich bei der Neufestsetzung des regionalen Raumordnungsprogramms erfolgreich gegen Beschränkungen für weitere Gewerbeflächen hier im Westen nahe der A 7 gewehrt.

Kommunen mit den höchsten Flächenverkäufen waren zuletzt Hannover (11,4 Hektar), Lehrte (7,3) und Langenhagen (6,7). Mit 35 Hektar nutzbarer Gewerbefläche habe das Gebiet Münchner Straße West in Langenhagen nun das größte kurzfristige Potenzial, so das Monitoring. Danach folgen 15 Hektar in Barsinghausen/Groß Munzel und langfristig Wunstorf-Süd, wo künftig auf 85 Hektar Waren auf Lkw, Güterwaggons oder Binnenschiffe geladen werden sollen.

„Auch für Produktion oder Dienstleistungen sowie zur Standortsicherung ansässiger Industriebetriebe werden dringend attraktive Gewerbeflächen benötigt“, wirbt Alexander Skubowius, Chef der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region. Grundstücke blieben aber wegen alter Gebäude, Altlasten oder Bauplanmängeln oft jahrelang ungenutzt. Deshalb fördere die Region mit Zuschüssen ihre Wiedernutzung.

Claudia Brebach

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige