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Meine Stadt Wie die Region Hannover den Wohnungsmangel bekämpfen will
Hannover Meine Stadt Wie die Region Hannover den Wohnungsmangel bekämpfen will
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00:18 28.09.2018
Foto: Quelle: Pfennig
Hannover

Wohnen ist Menschenrecht – doch auch in der Region kann Wohnen zum Luxus werden. Insofern hatte die Linke am Dienstag eine aktuelle Stunde für die Regionsversammlung angeregt. Titel: „Akute Wohnungsnot in der Region Hannover – gibt es Perspektiven für eine wirksame und schnelle Wohnraumförderung?“ Als erster stieg Michael Fleischmann (Linke) in den Ring. Er bezeichnete die Wohnbauprämie (offizieller Titel „Wohnbauinitiative“) der Region als Fassadenmalerei. Und forderte: „Anstatt 20 Millionen brauchen wir 200 Millionen Euro jährlich.“ Und das für fünf Jahre.

Da war das erste Luftschloss gebaut. Adam (Gruppe Region) baute weitere. Er schlug „Trailer-Parks“ vor. Dort könnten die Menschen vorübergehend wohnen, bis sie das geeignete Zuhause gefunden hätten. Ist es wirklich schon so schlimm?, fragt sich der geneigte Zuhörer. Wolf machte weiter: „Wir müssen Flächen freigeben für Wohnschiffe.“

Elke Zach (SPD) war da hingegen wohltuend realistisch. „Wenn es in den Kommunen kein Bauland gibt, dann nützen auch 200 Millionen Euro nichts.“ Sie schlug ein gemeindeübergreifendes Flächenmanagement vor. In diese Richtung geht auch der Vorschlag der FDP – nur viel konkreter. Gerhard Kier meinte, dass man das Raumordnungsprogramm ändern müsse. „In begründeten Einzelfällen sollten wir die Siedlungsflächen auf bis zu 10 Prozent erweitern.“ Jutta Barth (CDU) warb dafür mehr die private Wohnungswirtschaft ins Boot zu holen. Im Übrigen hätten SPD und CDU den Bau von mehr Wohnungen im Koalitionsvertrag stehen.

Sinja Münzberg (Grüne) begrüßte die Wohnbauprämie der Region. Bereits 2017 hätten die Grünen so etwas vorgeschlagen, es aber Wohnraumfonds genannt. Detlev Aders (AfD) hält von solchen Dingen nichts. Er schlug vor: „Man sollte die Bindungsfristen für Belegrecht verkürzen, um Investoren zum Bauen anzuregen.“

Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) erklärte in seiner Haushaltsrede, was die Region bereits tue. Neben der Wohnbauprämie (20 Millionen Euro pro Jahr) komme noch das Wohnraumförderprogramm in Höhe von elf Millionen Euro dazu. Ziel für die nächsten Jahre: 28 300 neue Wohnungen. Zum Vorwurf der Linken („Fassadenmalerei“) meinte Jagau: „Der DDR hätte ein Fassadenanstrich ganz gut getan.“

Von Thomas Nagel

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