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Hannover Region, Radwegschäden, neue Beschilderung, Arnum

Hannover Region, Radwegschäden, neue Beschilderung, Arnum© NANCY HEUSEL

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Verkehr

Region Hannover: Radfahrer auf die Straße

Auf bis zu zwei Dritteln der Radwege, für die die Region als Straßenverkehrsbehörde zuständig ist, könnte schon bald die Radwegebenutzungspflicht entfallen - Radler auf die Straße?.

Hannover. Das geht aus dem Protokoll einer Sitzung des „Runden Tisches Radverkehr der Region Hannover“ vom 4. März hervor, das der NP vorliegt. Konkret bedeutet das, dass die Radfahrer frei wählen können, ob sie zum Beispiel weiterhin auf dem Bürgersteig fahren oder aber lieber die Straße benutzen wollen.

Möglich wird das durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung, die bereits im Jahr 1997 beschlossen wurde und vorsieht, dass das Fahren auf der Straße für Radfahrer der Regelfall sein sollte. Wirklich aktiv setzen sich die Kommunen mit dieser Veränderung allerdings erst auseinander, seitdem das Bundesverwaltungsgericht diesen Grundsatz im Jahr 2010 noch einmal bestätigt hat.

Die Region hat das renommierte Ingenieurbüro SHP damit beauftragt zu untersuchen, wodie Aufhebung der Benutzungspflicht für Radwege möglich und sinnvoll ist. Dies ist vor allem dort der Fall, wo der Radweg Schäden hat oder zu schmal ist und zugleich der Verkehr auf der Straßenfahrbahn nicht zu stark ist.

In der Praxis soll die Aufhebung der Benutzungspflicht in der Regel so umgesetzt werden, dass die blauen Schilder mit dem Radfahrersymbol durch ein Fußgängersymbol ersetzt werden - mit einem Zusatzsschild „Radfahrer frei“. Radfahrer müssen dann den bisherigen Radweg nicht mehr benutzen, können dies aber, wenn sie sich auf der Straße zu unsicher fühlen.

Viele der klammen Kommunen in der Region werden sich bei dieser Regelung die Hände reiben. Sie kommen so in vielen Fällen um teure und lästige Reparaturen von Radwegen herum und müssen lediglich die Beschilderung austauschen.

Allerdings wird mit 90 Prozent der Großteil der Veränderungen innerorts zum Tragen kommen. Außerorts könnte wohl lediglich auf zehn Prozent der Radwege die Benutzungspflicht aufgehoben werden. „Dort gibt es wenig Handlungsbedarf“, bestätigt Regionssprecher Klaus Abelmann.

Bei der Stadt Hannover hat man sich bereits zuvor intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Es ist allerdings nicht mehr damit zu rechnen, dass dort im großen Stil die Benutzungspflicht der Radwege aufgehoben wird. „Radwege mit Benutzungspflicht gibt es in Hannover im Wesentlichen nur noch da, wo dies aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig ist. Ansonsten ist die Benutzungspflicht weitestgehend aufgehoben, gerade auch in Tempo-30-Zonen“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix.

Natürlich werde weiterhin immer mal wieder auch im Einzelfall überprüft, ob an einer Straße die Benutzungspflicht für Radler aufgehoben werden könne. Das geschehe vor allem, wenn sich die Verkehrsentwicklung auf einer Straße verändere.


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