Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Zwei Regio-Bus-Betriebshöfe schließen, ein neuer kommt
Hannover Meine Stadt Zwei Regio-Bus-Betriebshöfe schließen, ein neuer kommt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 30.09.2018
GESTRICHEN: Langfristig sind nur vier Bus-Depots im Umland wirtschaftlich. Sinn macht laut Gutachten ein neuer Betriebshof der Regio-Bus im Bereich Ronnenberg/Gehrden. Quelle: Becker
HANNOVER

Aus fünf werden vier: Aller Voraussicht nach wird sich die Regio-Bus von ihren Betriebshöfen in Eldagsen (Stadt Springe) sowie Wunstorf trennen – und einen neuen Betriebshof im Bereich Weetzen/Ronnenberg/Gehrden errichten. Das ist das Ergebnis einer Wirtschaftlichkeitsprüfung durch einen Gutachter, den Regio-Bus-Mit-Geschäftsführerin Elke van Zadel im Verkehrsausschuss der Region vorgestellt hat.

Weitere Überlegung: Die Betriebshöfe Burgdorf und Mellendorf bleiben wie sie sind, den Betriebshof Neustadt will die Regio-Bus um 20 neue Fahrzeuge aufstocken. Etwa 1,4 Millionen Euro werden durch diese Variante eingespart, so van Zadel.

Durch Verbesserungen bei Prozessen in den Betriebshöfen, der Reduzierung von Bus-Kilometern im Liniennetz um 1,4 Millionen Kilometer im Jahr, der Straßenbahn-Verlängerung nach Hemmingen, komme die Regio-Bus nach diesem Standortgutachten auf Einsparungen in Höhe von vier Millionen Euro. Die Betriebskosten reduzierten sich dann auf 56 Millionen Euro im Jahr.

Das ist wichtig, weil die Region den Öffentlichen Dienstleistungsauftrag (ÖDA) an die Regio-Bus über die Busverkehrte 2020 neu vergibt – und bis dahin muss das Unternehmen wirtschaftlicher arbeiten. Anderenfalls muss die Dienstleistung öffentlich ausgeschrieben werden.

Die Betriebshöfe stehen auch vor dem Hintergrund auf dem Prüfstand, dass die Regio-Bus ihre Flotte komplett auf Elektrofahrzeuge umrüstet. Und so kam für Eldagsen etwa heraus, dass dieser Standort „nicht ganz optimal“ sei für E-Busse. Denn der Elektrobus muss 30 Leerkilometer vom Depot bis zur ersten Haltestelle fahren. „Wir bräuchten dann größere Batteriepakete für die Busse“, führte Elke van Zadel aus.

Mit der Umrüstung wird es allerdings so schnell nichts werden, der Regio-Bus fehlen sowohl Ladestationen als auch Werkstätten für den neuen Antriebstyp. Am ZOB und auf dem Üstra-Betriebshof Peiner Straße plane man Ladestationen, hier befände sich die Region mit den Verkehrsbetrieben in Gesprächen.

Von Andreas Voigt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!