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Sanierungsfall: Die Rathausfassade kommt in die Jahre, ein Gerüst schützt vor Steinschlag.Foto: Petrow

Sanierung

Rathaus-Lifting in Hannover kostet Millionen

Die Fassade bröckelt, Steinschlag droht: Das Neue Rathaus braucht ein „Lifting“ – und das wird mindestens knapp drei Millionen Euro kosten. So viel veranschlagt die Stadtverwaltung allein für die geplante Sanierung der Südfassade zum Maschteich und für die nicht ganz so geschädigten Nord- und Westfassaden. Der Ratsausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten hat dazu gestern einstimmig sein Okay gegeben.

Hannover. Hauptursache für die erforderlichen Arbeiten laut einem Gutachten (Kosten: 63 000 Euro): Der teilweise verbaute Stein „Ettringer Tuff“ aus der Eifel sei empfindlicher gegenüber der „Frost-Tau-Beanspruchung“ als der an anderen Stellen verbaute „Deister-Sandstein“ – und Konservierungsmaßnahmen in den 1980ern mit einem damals üblichen Verfahren. Dazu kommen defekte Fugen.

Offen ist, ob damals schlecht gearbeitet wurde oder die Pflege danach mangelhaft war. Das Ganze könne nicht rückgängig gemacht werden, der Prozess der Steinkorrosion sei ein stetiger, so das Gutachten. Jetzt könne man nur versuchen, den Prozess zu verzögern. Hauptmaßnahme: Alle Fugen werden „ertüchtigt“, der Feuchteschutz verbessert, stark geschädigte Tuffsteintafeln ersetzt.

Bei dieser Gelegenheit werden auch die Fenster der Südfassade erneuert und „energetisch ertüchtigt“ – das war 2010 so beschlossen, aber zurückgestellt worden und wird etwa 1,2 Millionen Euro kosten.

Offenkundig wurde das Fassadenproblem des 1913 fertiggestellten Neuen Rathauses im Juli 2014: Kleine Teile waren aus der Fassade gefallen. Darauf wurde die Terrasse des Restaurants „Gartensaal“ gesperrt, auch einige Balkone sind seither nicht zugänglich. Im Herbst wurde die Westfassade (Richtung Kestner-Museum) mit einem Bauzaun „gesichert“. Im Juni 2015 gab es dann ein Gerüst für die zuvor ebenfalls mit einem Zaun gesicherte Südfassade – damit die Freiluftaufführung der Oper „La Bohéme“ stattfinden konnte. Das Schutzgerüst blieb stehen.

Sanierungsstart soll im August sein – im Juli wird noch „La Traviata“ gegeben. Im Juni und Juli 2017 wird es eine „Baupause“ geben für eine weitere Oper auf der Südseite. Im Juni 2018 soll die Sache erledigt sein.

rahü


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