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Meine Stadt Raschplatz soll sauberer werden
Hannover Meine Stadt Raschplatz soll sauberer werden
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06:16 19.10.2012
DRECKIG: Betrunkene lassen auf der großen Freitreppe häufig zerbrochene Flaschen und anderen Dreck zurück. Quelle: Archiv
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Hannover

Schmutz, Scherben und vollgepinkelte Ecken – das soll am Raschplatz jetzt weniger werden. Noch in diesem Jahr soll am Party-Brennpunkt in der Innenstadt ein kostenloses Klo eröffnet werden. Ganz modern – das Örtchen reinigt sich nach jeder Benutzung automatisch selbst.

Erst vor zwei Jahren war der Platz aufwendig umgebaut worden – danach fiel auf, dass junge betrunkene Männer häufig keine Hemmungen haben, sich an den Wänden zu erleichtern. Die Politik forderte den Bau einer öffentlichen Toilette, um das Problem einzudämmen.

Über die Frage, wer es aber bezahlt, gabs lange Streit. Die Stadt wollte nicht, die HRG, die weite Teile des Platzes betreut, wollte auch nicht. Folge: Es wurde weiter gepinkelt.

Jetzt ist eine Lösung gefunden, erläuterte HRG-Chef-Thomas Heinemann gestern. Das ungefähr 100000 Euro teure Automatikklo wird auf Kosten von Üstra und HRG gebaut – und zwar gut sichtbar im Bereich der ehemaligen Polizeiwache. Heinemann: „Ein versteckter Standort würde der Aufgabe nicht gerecht.“

Die Baukosten tragen HRG und Üstra, auch eine Summe fließt ein, mit der die Üstra eigentlich ein spektakuläres Lichtkunstwerk im Tunnel zum Bredero-Hochhaus installieren wollte. Heinemann: „Die Toilette scheint erforderlicher zu sein.“ Die laufenden Kosten der selbstreinigenden Anlage, die auch von Behinderten genutzt werden können soll, werde die Stadt tragen. Die Nutzung wird kostenlos sein, damit die Nachfrage möglichst hoch ist.

Im Frühjahr wird dann die Sparkasse beginnen, ihr Hochhaus am Raschplatz für den großen Umbau einzurüsten, der bis 2016 dauern soll. Um zu vermeiden, dass Partygänger der Baustelle zu nahe kommen und es Unfälle gibt, kündigt Heinemann an: „Wir werden den Sicherheitsdienst wesentlich verstärken.“

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