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Meine Stadt Prozess gegen Krebsärztin ins neue Jahr vertagt
Hannover Meine Stadt Prozess gegen Krebsärztin ins neue Jahr vertagt
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11:59 21.12.2009

Für die Studie haben die Autoren 518 Krebspatienten in vier Hospizen in Italien beobachtet und dabei festgestellt, dass eine schmerzlindernde Therapie nicht zu einem schnelleren Tod der Patienten führt. Der Internistin wird vorgeworfen, mit hoch dosierten Schmerzmitteln 13 Menschen in einer Klinik in Langenhagen bei Hannover getötet zu haben. Sie sagte kürzlich, die Therapie sei in jedem der 13 Fälle medizinisch begründet gewesen.

Der Prozess ist nach dem Beweisantrag ohne weitere Anhörungen in das neue Jahr vertagt worden. Der Verteidiger Matthias Waldraff sei aufgrund einer Grippe nicht verhandlungsfähig, begründete sein Vertreter am Landgericht den Antrag auf Unterbrechung der Hauptverhandlung. Eigentlich sollten medizinische Sachverständige gehört werden. Der Prozess wird am 4. Januar fortgesetzt.

Die Tötungsvorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum 2001 und 2003. Der Verdacht gegen die Ärztin war aufgekommen, weil eine Krankenkasse den erhöhten Morphium-Verbrauch der Klinik in Langenhagen bemerkte. Ein erster Prozess gegen die 60-Jährige war wegen eines kranken Richters ohne Ergebnis geplatzt. Zuvor hatten sich die Gutachter der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft einen heftigen Streit geliefert.

Die Medizinerin hat ihre ärztliche Zulassung verloren. Sie arbeitet derzeit als Lebens- und Gesundheitsberaterin. Ein Urteil wird nicht vor 2011 erwartet. Sollte die Internistin wegen Totschlags verurteilt werden, drohen ihr bis zu 15 Jahre Haft. lni

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