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Meine Stadt Probleme mit Klimaanlagen in Zügen schon länger bekannt
Hannover Meine Stadt Probleme mit Klimaanlagen in Zügen schon länger bekannt
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14:25 14.07.2010
Hitzechaos in den Zügen: Das THW hat am Montag im Hauptbahnhof Hannover Wasser verteilt für Bahn-Kunden, die in Sauna-Zügen festsaßen. Quelle: Dröse

Berlin. Allerdings könnten die Probleme nicht schnell behoben werden, weil die Züge hochkomplexe technische Systeme seien, sagte Staatssekretär Enak Ferlemann am Mittwoch im rbb. Nach dem Komplettausfall von Klimaanlagen in ICE-Zügen forderten Verbraucherschützer von der Politik klare Zielvorgaben für die Bahn.

„Fakt ist, dass ein solcher Zug im Grunde genommen bei minus 40 Grad laufen muss und bei 40 Grad plus auch, ohne dass es zu großen Beanstandungen kommt“, betonte Ferlemann. Es habe sich aber erwiesen, dass die Bordelektrik der ICE-I- und ICE-II-Züge empfindlich sei. Es gehe nun darum, die Konsequenzen aus den Schäden an den ICEs zu ziehen, auch weil die Ausschreibung einer kompletten Erneuerung der Flotte bevorstehe. „Und da sollen diese Fehler nicht wieder auftreten“.

Nach Angaben des Fahrgastverbandes Pro Bahn sind der Deutschen Bahn die Probleme mit den Klimaanlagen seit mindestens eineinhalb Wochen bekannt gewesen. Der Rechtsexperte des Verbandes, Rainer Engel, sagte dem Bielefelder „Westfalen-Blatt“ vom Mittwoch, mit der steigenden Hitze hätten die Ausfälle vor allem in ICE-Halbzügen der zweiten Generation zugenommen. Diese Baureihe mit 44 Zügen stehe kurz vor einer Generalinspektion. Der Einsatz defekter Züge sei bewusst in Kauf genommen worden.

Der Chef des Bundesverbandes Verbraucherzentralen (vzbv), Gerd Billen, forderte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Mittwoch eine „Strategie, die deutlich werden lässt, dass die Sicherheit der Fahrgäste die oberste Prämisse des Konzerns ist“. Hier seien Politik und Bahn gleichermaßen gefordert. Die Bahn müsse transparent machen, welche Mittel für welche Zwecke verwendet werden, sagte Billen.

Am Wochenende war in drei ICEs die Klimaanlage komplett ausgefallen, weshalb zwei der Züge in Hannover und einer in Bielefeld geräumt werden mussten. Zahlreiche Schüler von zwei Schulen in Nordrhein-Westfalen kamen dehydriert ins Krankenhaus. Betroffenen sollen mit Reisegutscheinen entschädigt werden. Wie das „Westfalen-Blatt“ mit Berufung auf einen Bahn-Sprecher berichtete, gab es von Samstag bis Montag in insgesamt 36 Fernzügen Hitzeprobleme. afp

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