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Meine Stadt Prinz Ernst August will vollständige Aufklärung
Hannover Meine Stadt Prinz Ernst August will vollständige Aufklärung
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16:59 10.03.2010
Prinz Ernst August von Hannover will sich mit dem Urteil nicht zufrieden geben. Quelle: ap
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Hildesheim. Der Hildesheimer Richter hatte am Dienstag die Glaubwürdigkeit sowohl des Prinzen als auch des Opfers infrage gestellt. „Wir wollen juristisch klären, ob diese Entscheidung richtig ist“, sagte Euler.

Dafür, dass der Adlige einen Discobesitzer in Kenia ohrfeigte, muss er nach dem jüngsten Urteil wegen einfacher Körperverletzung nun 200 000 Euro zahlen, zuvor waren es 445 000 Euro gewesen. Zufrieden ist er aber mit dem Richterspruch nicht. Es gehe darum, gerichtlich feststellen zu lassen, dass der Discobesitzer jahrelang Lügen über den Vorfall verbreitet habe, die den Prinzen diffamiert hätten, sagte Euler. Dies sei aufgrund der Beweislage eindeutig möglich.

Das Opfer habe sich mit dem „Aufbauschen seiner Verletzungen selbst um seine Glaubwürdigkeit gebracht“, hatte der Richter in seiner Urteilsbegründung am Dienstag gesagt. Der Discobesitzer hatte von mehreren Faustschlägen in den Brust- und Bauchbereich gesprochen. Bei dem Angriff habe er Todesängste ausgestanden und sei schwer verletzt worden. Beweise gab es laut Gericht dafür aber nicht. Eine Entscheidung über die Revision könnte bis zum Sommer fallen, sagte die Sprecherin des zuständigen Oberlandesgerichts Celle, Stephanie Springer, am Mittwoch. Zunächst habe die Verteidigung nach Zustellung des Urteils einen Monat Zeit, den Antrag zu begründen. In der Revision wird das Urteil auf rechtliche Fehler überprüft und darauf, ob zum Beispiel die Beweise richtig gewürdigt wurden. Möglich sei die Zurückweisung des Antrags. Das Urteil könne aber auch aufgehoben werden und die Sache müsse dann komplett neu verhandelt werden, sagte Springer. dpa

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