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Meine Stadt Polizei will mit Spezialhunden nach Gaucke suchen
Hannover Meine Stadt Polizei will mit Spezialhunden nach Gaucke suchen
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16:57 12.04.2010
SOLLEN NOCHMAL GESUCHT WERDEN: Die Leichen von Karen Gaucke und Tochter Clara.  Quelle: dpa
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HANNOVER. „Man muss es einfach versuchen“, sagte Polizeisprecher Stefan Wittke und bestätigte einen Bericht der „Bild“-Zeitung. „Die Ermittler meinen, dass man das den Angehörigen schuldig ist. Der Fall ist auch erst abgeschlossen, wenn die Leichen gefunden sind“, sagte Wittke. Gauckes Ex-Freund war 2007 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Obwohl die 37-Jährige und ihr siebenmonatiges Baby nie gefunden wurden, sah es die Justiz für erwiesen an, dass der Manager beide umgebracht hat.    

Nach den Leichen der Mutter und ihres Babys soll nun erstmals mit sogenannten „Mantrailer“-Hunden gesucht werden. Diese Tiere sind speziell zum Aufspüren von Menschen ausgebildet. Sie folgen dem individuellen Geruch eines Gesuchten, dem sie auch noch nach Jahren nachspüren können. Die Hunde befinden sich in Privatbesitz und gehören nicht der Polizei.

Im Fall Gaucke solle die Suchaktion in den kommenden Wochen starten, sagte Wittke. Die Hunde wurden in Niedersachsen bereits verschiedentlich mit großem Erfolg eingesetzt. Im Fall einer ermordeten Prostituierten aus Hannover hätten die Hunde auch zwei Jahre nach der Tat noch spektakuläre Arbeit geleistet und mit zur Anklage des Tatverdächtigen beigetragen. Der Fall wird derzeit vor dem Landgericht Verden verhandelt.

Karen und Clara Gaucke sind seit dem 15. Juni 2006 spurlos verschwunden. An diesem Tag war der Manager mit seiner 37 Jahre alten Kollegin und Ex-Freundin zu einem Gespräch über Unterhaltszahlungen in ihrer Wohnung verabredet gewesen. Nach Überzeugung des Gerichts tötete er die Ex-Partnerin und das gemeinsame Kind, weil sie seinem Leben mit einer neuen Familie im Weg standen. Im Prozess hatte der 38-Jährige eisern geschwiegen. Etliche Suchaktionen der Polizei blieben ergebnislos. dpa 

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