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Meine Stadt Polizei sucht wieder nach Gaucke
Hannover Meine Stadt Polizei sucht wieder nach Gaucke
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17:34 15.06.2010
Seit vier Jahren tot: Karen Gaucke und Tochter Clara.

Hannover. Jetzt hat die Polizei erneut mit speziellen Spürhunden in abgelegenen Gebieten im Raum Hannover und Braunschweig gesucht. Da es Hinweise gibt, dass die Tiere eine Spur aufgenommen haben könnten, ist eine dritte Aktion geplant, sagte am Dienstag Hannovers Polizeisprecher Stefan Wittke der Nachrichtenagentur dpa. Weitere Details wollte er nicht nennen.

Karen und Clara Gaucke waren am 15. Juni 2006 spurlos in Hannover verschwunden. An diesem Tag war der Ex-Freund der 37-Jährigen, der auch der Vater des kleinen Mädchens war, zu einem Gespräch über Unterhaltszahlungen mit Karen Gaucke in ihrer Wohnung in Hannover verabredet.

Nach Überzeugung des Gerichts tötete der Manager beide, weil sie seinem Leben mit einer neuen Familie im Weg standen. Anschließend soll er die Leichen mit einem in Braunschweig gemieteten Wagen abtransportiert und verscharrt haben. Im Prozess hatte der Mann aber eisern geschwiegen.

Die Hoffnung auf eine neue Spur von Karen Gaucke hat auch die Eltern der jungen Frau erreicht, die in Süddeutschland leben. „Die Nachricht baut die Eltern auf. Sie sind dankbar, dass bei der Kripo die Akten nicht geschlossen werden“, sagte am Dienstag der Anwalt der Eltern, Matthias Waldraff. Die Mitteilung sei gerade am vierten Todestag von Tochter und Enkelin eine riesige Entlastung. „Die Eltern haben unvermindert die Hoffnung, dass die Leichen gefunden werden.“

Erstmals hatte die Polizei in Hannover auf der Suche nach der Mutter und ihrem Baby sogenannte „Mantrailer“-Hunde eingesetzt. Sie sind speziell zum Aufspüren von Menschen ausgebildet. Sie folgen dem individuellen Geruch eines Gesuchten, dem sie auch noch nach Jahren nachspüren können. Die Hunde befinden sich in Privatbesitz und gehören nicht der Polizei.

Die Tiere wurden in Niedersachsen bereits mit großem Erfolg eingesetzt. Im Fall einer ermordeten Prostituierten aus Hannover hatten die Hunde nach Polizeiangaben auch zwei Jahre nach der Tat noch spektakuläre Arbeit geleistet und mit zur Anklage des Tatverdächtigen beigetragen.

In den Jahren nach dem Doppelmord an Karen und Clara Gaucke hatten die Ermittler bei Dutzenden Suchaktionen erfolglos Hubschrauber und ein Sonarboot eingesetzt. Auch Hundertschaften der Polizei durchkämmten ohne Erfolg ganze Waldgebiete. Die Suche mit den Mantrailer-Hunden ist allerdings ebenfalls aufwändig: Die hochempfindlichen Tiere sind stets nur kurze Zeit einsetzbar. „Die Suche muss nach einigen Stunden abgebrochen werden, weil die Hunde dann nicht mehr konzentriert arbeiten können“, erläutert Polizeisprecher Wittke. dpa

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