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Durchsuchung: Wie hier in der Tonstraße (Linden) filzten Beamte neun weitere Wohnungen.

Durchsuchung: Wie hier in der Tonstraße (Linden) filzten Beamte neun weitere Wohnungen.© Rainer Droese

Graffiti-Razzia

Polizei stellt 200 Farbdosen bei 96-Ultras sicher

Nach der Graffiti-Razzia bei neun Ultras von Hannover 96 liegt nun eine erste Bilanz der Durchsuchungen vor. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die Beamten mehr als 200 Farbdosen beschlagnahmt haben.

Hannover.  Die Woche nach der Graffiti-Razzia bei neun Ultras von Hannover 96: Zurzeit läuft die Auswertung der sichergestellten Gegenstände auf Hochtouren. Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft, bestätigte unterdessen Informationen der NP, wonach mehr als 200 Farbspraydosen bei den Durchsuchungen be­schlagnahmt worden waren.

Viele Paar Schuhe mitgenommen

Die Polizei hatte am Mittwoch vergangener Woche zeitgleich in zehn Wohnungen in Hannover sowie in der Umgebung von Hildesheim und Braunschweig eine Razzia durchgeführt (NP berichtete). Die Ermittler rechnen die Bewohner (21 bis 36) der Ultra-Gruppe „Rising Boys Hannover“ (RBH) zu. Dem widersprach inzwischen die Fanhilfe Hannover: Das Gros der Beschuldigten gehöre nicht zu den RBH. Bei den Durchsuchungen war reichlich Kleidung sichergestellt worden, darunter „viele Paar Schuhe“, berichtet Klinge. Nach Sichtung aller Ge­genstände werden die Beamten dann vergleichen, ob die Sachen mit der Bekleidung von Personen übereinstimmen, die in einem Video zu sehen sind. Das Tape hatten die „Rising Boys“ ins Internet gestellt. Darin sind mit Sturmhauben maskierte Männer zu sehen, die Züge und Bahnanlagen mit dem Schriftzug „RBH“ beschmieren.

Weiteren Aufschluss da­rüber, wer an den Sachbeschädigungen beteiligt war und wer nicht, könnten auch beschlagnahmte Handys und andere Datenträger geben. Hier habe inzwischen eine grobe Sichtung stattgefunden: „Es gibt aber noch keinen Gesamtüberblick“, erklärt Klinge. Es könnte sogar noch Monate dauern, bis die Komplettauswertung vorliegt.

Mehr als 120 000 Euro Schaden

Mitgenommen hätten die Polizisten bei der Razzia mehr als 200 Farbdosen, so Klinge. Und auch die werden nun kriminaltechnisch untersucht. Insgesamt würden den „Rising-Boys“-Schmierern 59 Fälle von Sachbeschädigung allein im vergangenen Jahr zugerechnet. Der Schaden wird nach Angaben des Oberstaatsanwalts auf mehr als 120 000 Euro beziffert.

In den sozialen Netzwerken war zu erkennen, dass die Razzia vergangene Wo­che in der Ultra-Szene hohe Wellen geschlagen hatte. Laut Klinge haben mehrere Beschuldigte inzwischen Beschwerde gegen die Maßnahme bei der Staatsanwaltschaft eingelegt.

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Von Britta Mahrholz


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