Navigation:
MIT SCHRANKEN GESICHERT:Der ZPD-Eingang in der List. Links hinter dem gelben Häuschen befindet sich die Sporthalle, in der Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Die ZPD-Chefin informierte Beschäftigte per Aushang (rechts).   Foto: Heusel

MIT SCHRANKEN GESICHERT:
Der ZPD-Eingang in der List. Links
hinter dem gelben Häuschen befindet
sich die Sporthalle, in der Flüchtlinge
untergebracht werden sollen. Die
ZPD-Chefin informierte Beschäftigte
per Aushang (rechts). Foto: Heusel© NANCY HEUSEL

|
Tannenbergallee

Polizei nimmt Flüchtlinge auf

Die Erstaufnahmelager sind überfüllt, die Unterbringung von Asylsuchenden wird immer schwieriger. Nun wird eine Turnhalle der Zentralen Polizeidirektion in der Tannenbergallee (List) für 200 Flüchtlinge hergerichtet.

Hannover. VON ANDREAS KÖRLIN

HANNOVER. Die niedersächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen sind überfüllt, trotzdem müssen immer mehr Flüchtlinge aufgenommen werden: Deshalb sollen rund 325 Hilfesuchende jetzt auch bei der Polizei in Hannover und bei der Polizeiakademie Niedersachsen am Standort Hann. Münden (Kreis Göttingen) untergebracht werden.

„Wir stellen uns auf die Aufnahme von bis zu 200 Flüchtlingen ein“, bestätigte gestern Abend Karsten Wolff, Sprecher der Zentralen Polizeidirektion (ZPD), auf NP-Anfrage, „dazu bereiten wir die Turnhalle auf dem ZPD-Gelände an der Tannenbergallee vor.“ Die Sportausbildung der Beamten werde natürlich fortgesetzt. Wolff: „Wir haben ausreichend Ausweichmöglichkeiten.“ Allerdings seien auch mehrere Sportvereine betroffen, die die Halle auf dem Lister Polizei-Areal normalerweise abends nutzen.

Möglicherweise werden erste Flüchtlinge bereits Ende nächster Woche in die ZPD-Turnhalle einziehen, heißt es in einem internen Info-Papier von Polizeipräsidentin Christiana Berg, das der NP vorliegt. Darin schreibt die ZPD-Chefin auch: „Im Umgang mit der angespannten Flüchtlingssituation sind wir über das bisherige Maß hinaus gefordert.“

Kurzfristig sollen auch 125 Flüchtlinge am Polizeiakademie-Standort Hann. Münden untergebracht werden, sagte Innenministeriumssprecher Matthias Eichler gestern der NP: „Wir brauchen Platz. Die Erstaufnahmeeinrichtungen in Braunschweig, Bramsche, Friedland und Osnabrück platzen aus allen Nähten.“ Die Polizei in Hann. Münden soll Hilfesuchende aus der 20 Kilometer entfernten Erstaufnahmeeinrichtung Friedland unterbringen.

Laut Eichler waren im Januar in den vier Erstaufnahmeeinrichtungen rund 3000 Flüchtlinge registriert, derzeit seien es mehr als 9000. „Das zeigt, warum wir kreative Lösungen finden müssen“, betont der Innenministeriumssprecher. Zumal Niedersachsen in diesem Jahr nicht - wie zunächst prognostiziert - 37 500, sondern vermutlich rund 75 000 Hilfesuchende aufnehmen müsse.

Unklar ist derzeit offenbar, ob Flüchtlinge auch noch in weiteren Polizei-Immobilien unterkommen sollen. Nach NP-Informationen hat das Land alle niedersächsischen Polizeibehörden gebeten, Möglichkeiten zu prüfen.


Anzeige
Bildergalerien Alle Galerien
Die Bahn verspricht, pünktlicher zu werden - schafft sie das?

City Click

"Märchenhafte Stimmung über dem Tiergarten" - so betitelte NP-Leserin Catharina Cordes ihr Foto. In der Tat: Ein märchenhaftes Bild.

zur Galerie

Schicken Sie uns Ihren City Click!

Haben Sie ein tolles Motiv fotografiert? Die Redaktion wählt mehrmals pro Woche die schönsten Leserfotos aus und veröffentlicht sie in der City Click Galerie.

Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok