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Meine Stadt Polizei durchsucht 21 Wohnungen von Randale-Fans
Hannover Meine Stadt Polizei durchsucht 21 Wohnungen von Randale-Fans
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Die Polizei geht zurzeit konsequent gegen die gewaltbereite Fanszene vor. Quelle: ddp

Hannover/Braunschweig. Spezialisten der Bundespolizei sowie der Polizeidirektion waren im Auftrag der Staatsanwaltschaft an der Aktion beteiligt. Den Fußballchaoten wird vorgeworfen, am 7. November zunächst im Stadion Osterholz-Scharmbeck, dann am Bremer Hauptbahnhof randaliert zu haben. Am Abend fanden dann die brutalen Übergriffe auf Fans von Hannover 96 II sowie Unbeteiligte in einem Zug auf dem Bahnhof Weddel bei Braunschweig statt.

Die Tatverdächtigen sind im Alter zwischen 19 und 37 Jahren. Ihnen drohen Anklagen wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Bei den Wohnungsdurchsuchungen fanden die Beamten unter anderem „diverse Datenträger“, Sturmhauben, einen Schlagring sowie geringe Mengen Betäubungsmittel.

Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Thomas Osterroth, erklärte, die Bundespolizei wolle der wachsenden Gewalt in und an Fußballstadien konsequent entgegentreten. „Unsere Strategie ist es, randalierende und gewalttätige Fußballrowdys erst gar nicht bis in die Stadien kommen zu lassen“, sagte er. Polizeipräsident Harry Döring betonte, man müsse zwischen Fußballfans und gewaltbereiten Straftätern unterscheiden. „Sportvereine und Verbände müssen sich von dieser Art Gewalt distanzieren und tätig werden“, bekräftigte er.

Unterdessen kündigte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) an, mögliche Gewalttaten von niedersächsischen Hooligans bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika mit allen Mitteln verhindern zu wollen. „Wenn Erkenntnisse vorliegen, dass gewaltbereite Fußballanhänger aus Niedersachsen nach Südafrika reisen wollen, um dort Gewalttätigkeiten zu begehen, stehen uns vielfältige präventiv-polizeiliche Maßnahmen zur Verfügung“, sagte er.

Auch Schünemann sprach von einer wachsenden Gewalt in der einschlägigen Fußballszene. „Wir haben fast mehr Straftaten in der Dritten Liga als in der Bundesliga“, sagte er. Insgesamt gehörten in Niedersachsen etwa 1500 Personen der engeren Ultra-Bewegung an.

Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft soll die Polizei bekannten Straftätern Hausbesuche abstatten und sie mit einer „Gefährder-Ansprache“ warnen. Der Innenminister erklärte: „Die Betroffenen wissen so genau, dass wir sie im Blick haben. Gibt es darüber hinaus Erkenntnisse, dass sie weiter gewaltbereit sind, kann es sein, dass sie sich jeden Tag bei der Polizei melden müssen.“ Als letztes Mittel zog Schünemann in Erwägung, die Pässe der sogenannten „Ultras“ einzuziehen und sie an Flughäfen zurückweisen zu lassen, sollte ein Ausreiseversuch unternommen werden.

ddp/lni

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