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Hannover

Polizei Hannover entlässt Sextäter

Die Polizeidirektion Hannover hat nach NP-Informationen einen Mitarbeiter gefeuert. Zuvor war der 49-Jährige wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt worden.

Hannover.  Die Polizeidirektion hat nach NP-Informationen einen langjährigen Mitarbeiter gefeuert. Zuvor war der Mann nach exhibitionistischen Handlungen wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt worden – dies bestätigte die Staatsanwaltschaft auf NP-Anfrage.

Acht Monate Haft auf Be­währung – so lautete am 7. Februar das Urteil des Amtsgerichts für den 49-Jährigen. Verhandelt worden war ein Fall aus dem September 2016. Tatort war der Karl-Thiele-Weg, der zwischen Maschsee-Westseite und Leine verläuft, gewesen, nur wenige hundert Meter entfernt von der damaligen Ar­beitsstätte des Straftäters.

Der war nach NP-Informationen am Hauptsitz der mit rund 3600 Mitarbeitern größten Polizeibehörde des Landes an der Waterloostraße beschäftigt. „Der Mann ist rechtskräftig verurteilt worden“, sagte Staatsanwaltschaftssprecher Thomas Klinge. Er erklärte, dass nach exhibitionistischen Handlungen vor Kindern die Tat strafrechtlich als sexueller Missbrauch bewertet werden könne, auch wenn es zu keinen körperlichen Berührungen zwischen Täter und Op­fer(n) gekommen sei.

Nach Angaben der Justizbehörde soll der 49-Jährige im Bereich einer Grünfläche öffentlich masturbiert ha­ben. Dabei sollen mehrere Jungen im Alter zwischen elf und zwölf Jahren in der Nähe gewesen sein. Auch zwei erwachsene Jogger hätten ein solches Verhalten des Mannes bemerkt. Die Kinder und die Sportler hätten bei einer Befragung durch Polizisten die verdächtige Person beschrieben. Aufgrund dieser Zeugenangaben sei der Mann von Ermittlern vorläufig festgenommen worden, um auf einer Polizeidienststelle seine Identität feststellen zu können.

Die Polizeidirektion kommentierte den Fall auf NP-Anfrage so: „Zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte werden wir zu der in Rede stehenden Person keine An­gaben machen“, teilte Sprecher Philipp Hasse mit.

Der verurteilte 49-Jährige war kein Polizeivollzugsbeamter, sondern arbeitete als Zivilbeschäftigter bei der Behörde.

Von Andreas Körlin


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