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Bau

Platzangst am Steintor

Zwei Wohn- und Geschäftsgebäude sollen auf Hannovers Steintorplatz entstehen. Geht es nach dem Willen der Stadt, könnte deren Bau schon 2017 beginnen. Vorausgesetzt, die Politik spielt mit. Und danach sieht es aus. Sowohl SPD als auch Grüne signalisieren bereits ihre Unterstützung für das Projekt. Ganz anders die Opposition.

Hannover. „Wir müssen Stadtbaurat Uwe Bodemann stoppen“, sagte CDU-Bauexperte Felix Blaschzyk der NP. Der wolle offenbar „jeden Platz in Hannover zubauen“. Nach Klagesmarkt, Marstall und Köbelinger Markt nun also auch den Steintorplatz.
Eine alte Idee, die auf einen Wettbewerb aus dem Jahr 2007 zurückgeht und die später im Rahmen des Projektes „Hannover City 2020+“ noch weiter konkretisiert, aber dann nicht weiterverfolgt wurde, weil laut Stadtbaurat Bodemann zunächst eine Reihe anderer Vorhaben Priorität hatten. Nun sei aber der richtige Zeitpunkt gekommen, die Bebauung des Steintorplatzes in Angriff zu nehmen.
„Investoreninteresse hat es zwischendurch immer wieder gegeben“, sagt Bodemann. Tatsächlich bauen will dort nun das Düsseldorfer Unternehmen Centrum, das in Hannover zuletzt das alte Kröpcke-Center zurückgebaut und den Nachfolgebau errichtet hat. Erste Kontakte zum Thema Steintor habe es vor zwei Jahren gegeben, so Bodemann.
„Der Steintorplatz ist derzeit nicht das, was man sich unter einem Stadtraum vorstellt“, begründet der Stadtbaurat das Bauprojekt. Für ihn ist dieses – nach dem Bau des neuen Platzes an der Goseriede und den anstehenden Umgestaltungen durch den Ausbau der D-Linie „der logische Schlusspunkt“, von dem eine „erhebliche Aufwertung“ des Areals zu erwarten sei. Durch hochwertige Geschäfte, aber auch studentisches Wohnen oder ein Hotel. Der Standort sei dafür „ideal“.
Begeisterung, die man bei der CDU nicht teilt. „Schon jetzt ist der Parkdruck gewaltig. Wenn da noch mehr Menschen hinziehen, wird das Verkehrschaos in der Innenstadt weiter zunehmen“, fürchtet Blaschzyk.
Auch FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke hält nichts vom Steintorplatz-Projekt. „Das wäre eine Sünde“, warnt Engelke, der sich bereits fragt, „wann die Stadt jetzt auch noch den Waterlooplatz zubauen will, damit es gar keine Luft mehr zum Atmen gibt“.


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     30159 Hannover
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