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Meine Stadt Plan Kunst: Kinder gestalten den Umbau ihrer Schule mit
Hannover Meine Stadt Plan Kunst: Kinder gestalten den Umbau ihrer Schule mit
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06:16 19.11.2012
SEHEN UND FÜHLEN: Alle Kinder sitzen auf ihren bunten Platzhaltern, Andrea von Lüdinghausen erklärt, was sie machen sollen. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Und sie feiern damit eine weitere Premiere: Die Kinder werden an der Umgestaltung ihrer Schule beteiligt - ein Pilotprojekt, das Schule machen könnte.

„Kinder sind doch die eigentlichen Spezialisten für Schulräume“, meint Andrea von Lüdinghausen. Zusammen mit Christiane Oppermann und Anette Ziss hilft sie den Schülern dabei, ihre Bedürfnisse zu erkunden und vor allem sichtbar zu machen. Die drei Künstlerinnen haben das Projekt Plan K (Plan Kunst) aus der Taufe gehoben, es Stadt und Schule schmackhaft gemacht.

Die Schule Lüneburger Damm soll umgebaut werden, die Planungen sind aber noch in einem frühen Stadium. Das ermöglicht Einflussnahme. Statt Reißbrettarchitektur vorgesetzt zu bekommen, sollen die Schüler eigene Ideen mit einbringen. „Kinder denken anders“, weiß Künstlerin Lüdinghausen. Auf eine Weise, die Architekten ohne Nachhilfe durch die Betroffenen kaum einplanen können.

Zuvor müssen die Kinder erst einmal erfahren, was es heißt, Räume zu gestalten, was Raum eigentlich bedeutet. So stand diese Startwoche des Projekts im Zeichen der Erforschung und Sensibilisierung. Die Kinder ließen winzige Figuren auf Entdeckungsreise gehen, durch alle Nischen, in alle Winkel, um den Raum aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Sie vermaßen ihre Körper und die Zimmer mit den Händen, merkten, dass jeder einzelne Körper einen individuellen Bezug zum Raum hat. Größe ist nie gleich.

Im April gibt es eine Projektwoche, in der die Kinder Ideen sammeln. Ein Klassenzimmer sollte wie ein wunderschöner Wald aussehen, meint ein Junge schon jetzt. Lüdinghausen: „Daraus könnte sich die Idee entwickeln, in den Wänden Sitzhöhlen einzubauen.“

Die Architekten seien sehr aufgeschlossen, betont sie, ebenso die Bauverwaltung. Im Rahmen des Möglichen ziehen alle an einem Strang. Schulleiterin Elisabeth Holtkamp ist sicher: „Die Kinder werden sich dadurch stärker mit der Schule identifizieren können.“ Und damit auch sorgsamer mit Räumen und Einrichtung umgehen.

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