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Meine Stadt Hannover: Hier können Sie Pilze sammeln
Hannover Meine Stadt Hannover: Hier können Sie Pilze sammeln
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22:19 16.09.2018
Pilze sammeln in der Wedemark. Maronenroehrlinge. Resse am 13. September 2010. Foto: Martin Steiner Quelle: Martin Steiner
Hannover

Die Pilz-Saison ist eigentlich keine Saison, da essbare Pilze das ganze Jahr über aus dem Boden sprießen. Trotzdem ist der Herbst für Sammler besonders – zu dieser Jahreszeit gibt es meist eine besonders große Auswahl an leckeren Pilzen in den Wäldern.

Auch wenn die Ausbeute der Pilzsammler wegen des heißen Sommers in diesem Jahr geringer sein könnte als sonst, machen sich schon vielerorts wieder Pilzfreunde auf die Suche nach den leckeren Gewächsen. Sollte es bald regnen, ist es aber gar nicht unwahrscheinlich, dass viele weitere Pilze aus dem Boden sprießen.

Auch in Hannover und der Region ist Pilze sammeln gar nicht schwer. Die klassischen deutschen Speisepilze wie Steinpilze, Maronen, Herbsttrompeten, Pfifferlinge, Champignons und Schopftintlinge sind auch hier zu Hause.

Wo wachsen Pilze in Hannover?

Pilze wachsen gerne dort, wo es feucht und warm ist. Vor allem sind Pilze natürlich in der Natur, besonders häufig in Wäldern, zu finden. Dort verstecken sie sich zum Beispiel an und in Baumstämmen, in Mulden und kleinen Kuhlen. Oft wachsen Pilze auch um oder an Bäumen.

In Hannover ist natürlich die Eilenriede Anlaufpunkt Nummer Eins für Pilzsammler. Aber auch im Misburger Wald, dem Mecklenheider Forst und dem Seelhorster Wald können Sammler fündig werden. Außerhalb der Stadtgrenzen lockt der Deister rund um den Nienstedter Pass mit vielen Pilzsorten, ebenso wie der Saupark Springe und der Hildesheimer Wald. In allen anderen öffentlichen Waldgebieten darf natürlich auch gesammelt werden.

Wo gibt es in Hannover Informationen zu Pilzen?

Bevor sich Sammler in den Wald begeben und Pilze sammeln, sollten sie sich auf jeden Fall über die verschiedenen Sorten informieren. Dabei sind Pilzseminare, wie sie zum Beispiel der Naturschutzbund anbietet, für Anfänger besonders hilfreich.

Im Schulbiologiezentrum in Hannover-Burg, Vinnhorster Weg 2, gibt es eine Pilzberatungsstelle. Dort können sich Sammler jeden Montag im September und Oktober, zwischen 16 und 17.30 Uhr, zu ihren Funden beraten und informieren lassen. Lediglich die Pilzberatung am 1. Oktober entfällt. Telefonisch ist die Pilzberatung in dieser Zeit unter (0511) 168 84 76 65 erreichbar. An jedem ersten Montag im Monat trifft sich dort auch ab 18 Uhr die Mykologische AG, wo Sammler ihre Pilzfunde vorstellen können. Für Kinder und Jugendliche bietet die Waldstation in der Eilenriede immer mal wieder Rallys durch den Wald an, bei denen viel über die Pilzkunde vermittelt wird.

Was tun im Notfall?

Nach dem Sammeln kommt das Essen. Wenn sich nach dem Verzehr von gesammelten Pilzen aber ungewöhnliche Veränderungen des Körpers zeigen oder unbekannte Pilze gegessen wurde, sollte sofort das Giftinformationszentrum informiert werden. Die Symptome können dabei so vielfältig sein, wie die Pilze. Von Erbrechen, über Schweißausbrüche und Kopfschmerzen bis hin zu Hautrötungen und Nierenschmerzen können fast alle Symptome auf eine Pilzvergiftung hinweisen – und die kann schlimme Folgen haben. Für Hannover und die Region ist das Giftinformationszentrum Nord in Göttingen zuständig. Dieses ist telefonisch unter (0551) 19240 erreichbar.

Was muss beim Pilze sammeln beachtet werden?

Rund ein Drittel aller Pilzarten sind gefährlich. Zu vielen leckeren Speisepilzen gibt es auch ein giftiges Gegenexemplar. Daher sollten Sammler nur die Pilze mitnehmen, bei denen sie mit Sicherheit wissen, das diese nicht giftig sind.

Macht das Pilze sammeln so richtig Spaß, werden die Körbe schnell immer voller. Doch Vorsicht – in Niedersachsen dürfen Sammler höchstens zwei Kilogramm pro Tag sammeln – für den Eigengebrauch. Sonst drohen saftige Strafen, wie jetzt zwei Senioren in Baden-Württemberg erfahren mussten, die 1700 Euro Strafe zahlen mussten.

In Naturschutzgebieten und Nationalparks ist das Sammeln grundsätzlich verboten.

Es gibt auch Pilzarten, die unter Naturschutz stehen und gar nicht gesammelt werden dürfen.

Welche Alternativen zum Sammeln gibt es?

Wer keine Lust hat selbst in den Wald zu gehen und Pilze zu sammeln oder sich nicht ausreichend mit Pilzen auskennt, muss nicht zwangsläufig auf abgepackte Ware oder Konserven zurückgreifen. An jedem Tag der Woche ist in Hannover irgendwo Wochenmarkt – wo meist auch eine große Auswahl an leckeren und frischen Pilzen angeboten wird.

Von jok/RND

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