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Wedemark

Pilotenfehler schuld an Hubschrauber-Absturz

Der Übungsflug eines Polizeihubschraubers endete mit Totalschaden auf einem Acker. Ursache für den Absturz Mitte Januar in der Wedemark soll nach NP-Infos eine „Fehleinschätzung“ des Piloten sein.

VON ANDREAS KÖRLIN

HANNOVER. Das Unglück hatte sich bei einem Übungsflug am 12. Januar ereignet. Ein 35-Jähriger von der Hubschrauberstaffel der Zentralen Polizeidirektion (ZPD, List) ließ sich vom Fluglehrer (44) ein sogenanntes bodennahes Manöver zeigen. Dabei berührte der Heli mit der Bezeichnung „Phoenix 94“ den Boden. Eine Kufe brach ab – Absturz, Totalschaden (7,5 Millionen Euro). Fluglehrer, -schüler und ein Operator (35) konnten sich verletzt aus dem Wrack befreien.

Unglücksursache soll eine „räumliche Desorientierung“ des Fluglehrers gewesen sein. Der helle, schneebedeckte Acker, ein hellgrauer Himmel – unter diesen schwierigen Tiefflugbedingungen im weitgehend konturlosen Gelände soll es bei der Flughöhe zu einer fatalen Fehleinschätzung des Piloten gekommen sein.

ZPD-Sprecher Karsten Wolff äußerte sich auf NP-Anfrage nicht zur Absturzursache, bestätigte aber, dass die beiden Piloten seit dem Unglück nicht mehr am Steuerknüppel gesessen haben. Aber offenkundig lastet die ZPD dem Fluglehrer kein schweres Vergehen an. Wolff: „Das zunächst verhängte Flugverbot ist keine Strafe. Beide Piloten nehmen derzeit an einem Reintegrationsprogramm teil und wurden fliegerpsychologisch betreut. Geplant ist, dass sie beide bald wieder fliegen.“ Zum Programm gehöre auch die Vermittlung theoretischer Grundlagen, beispielsweise zum Thema „Fliegen bei besonderen Wetterverhältnissen“.

Für den 35-jährigen Piloten war es bereits das zweite schwere Unglück. Er hatte im November 2007 eine baugleiche Maschine vom Typ MD 902 Explorer gesteuert. Beim Anflug auf die Basis der Hubschrauberstaffel am Flughafen Hannover kam es zu einem technischen Defekt im Steuerungssystem – Bruchlandung.
Zum Januar-Absturz will die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in den nächsten Tagen einen Statusbericht mit Infos zum Vorfall veröffentlichen. Der Untersuchungsbericht mit Ursachenanalyse folgt in der Regel Monate später.


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