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Meine Stadt Partygäste verwüsten Haus – sechs angeklagt
Hannover Meine Stadt Partygäste verwüsten Haus – sechs angeklagt
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19:22 14.07.2010
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Von Annette Rose


Hannover. Eine „sturmfreie Bude“ ist zum Fall fürs Gericht geworden. Das Objekt der Verwüstung ist nicht das Elternhaus, sondern die Wohnung der elterlichen Freunde. Eine Schülerin (15) sollte die beiden Katzen betreuen, während die Besitzer über Silvester in Urlaub fuhren. Das Mädchen bekam die Schlüssel für das Haus in Kirchrode – und lud ihre Freunde für den 29. Dezember zur Party ein. Die Fete endete im Chaos.

Oberstaatsanwältin Irene Silinger hat jetzt sechs der 13 Teilnehmer, Schüler von 15 bis 17 Jahren, wegen Sachbeschädigung vor dem Jugendgericht angeklagt. Die Hausbesitzer haben Strafanzeige erstattet, denn die Beseitigung der Schäden in dem erst im November renovierten Heim kostete 20.000 Euro.

Sechs Jungen und sieben Mädchen hatten sich zunächst auf Einladung der Schülerin an der Hausbar bedient. Dort stand neben Champagner auch Hochprozentiges. Dann plünderten sie Kühlschrank und -truhe. Mit zunehmender Alkoholisierung lief die Fete aus dem Ruder. Die Partygäste spielten Fußball mit teuren Christbaumkugeln, alles Sammlerstücke der Hausbesitzerin. Einige spritzten mit Gotcha-Pistolen rote Farbe an Wände und auf den noch nicht versiegelten Marmorfußboden. Schülerinnen sollen sich auf einen Heizkörper gesetzt und diesen aus der Verankerung gerissen haben, so dass die Flüssigkeit auslief. Die Schüler benutzten Bad, Toilette und Bett, sprühten einen Feuerlöscher leer und erbrachen sich auf Couch und Teppichboden. Ein Alptraum für die Besitzer und auch für die Eltern der 15-Jährigen, die das Chaos auslöste.

Das Mädchen gehört aber nicht zu denen, die vor Gericht müssen. Sie habe keines der Mädchen angeklagt, denn schwere Schäden wie die Farbverunreinigungen seien nach Ermittlungen der Polizei von den Jungen verursacht wurden. Für die Beamten soll es nicht leicht gewesen sein, Verantwortliche zu finden. Ein Beteiligter, der von Anwalt Matthias Waldraff vertreten wird, ist nur wegen Zerstörung einer Christbaumkugel angeklagt. Vor dem Richter haben die Jugendlichen noch eine Chance, sich zu ihrer Taten zu bekennen.

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