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Meine Stadt Özkan ist Fairkauf-Fan
Hannover Meine Stadt Özkan ist Fairkauf-Fan
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21:56 13.08.2012
BESICHTIGUNG: VorstandschefReinhold Fahlbusch erklärtSozialministerin Aygül Özkandas Konzept des Kaufhauses. Quelle: Anastasakis
Hannover

„Dieses Modell wird ein Exportschlager“, meinte sie nach Gesprächen mit dem Vorstand; „Darf ich ihnen auch eine Spende bringen? Mein Sohn Sinan hat ein Rad, das er nicht mehr braucht. Rot zwar, aber toll.“

Özkan war begeistert von dem Konzept. Ehemals Langzeitarbeitslose holen die Spenden ab oder verkaufen sie. Inzwischen sind 60 sozialversicherungspflichtige Jobs für sie entstanden. Plus 28 fürs Stammpersonal, weitere 28 Bürgerarbeitsplätze und neun zur Resozialisierung. „Schwitzen statt sitzen“ nennt Vorstandschef Reinhold Fahlbusch diesen Ansatz. Mit den Ehrenamtlichen seien für Fairkauf 180 Männer und Frauen im Einsatz.

Dauernd muss die Arbeit neuen gesetzlichen Erfordernissen angepasst werden. Weil etwa die Ein-Euro-Jobs ausgelaufen sind, beschäftigt das Kaufhaus Bürgerarbeiter. Natürlich sei das teurer, so Fahlbusch, aber auch besser. Denn „kurzatmige Programme verbessern nicht nachhaltig die Chance auf einen dauerhaften Arbeitsplatz“.

Aber gibt es diese Chance wirklich? Bei so vielen ehemals Langzeitarbeitslosen, von denen 70 bis 80 Prozent ausländische Wurzeln haben? Kaufhauschefin Nicola Barke nickt: „Als das Kaufhaus Primark nebenan eröffnete, haben sie zehn Mitarbeiter von uns angestellt.“ Das seien immerhin zehn Prozent der Primark-Belegschaft. Und: „Alle haben die Probezeit überstanden. Nur eine hat jetzt gekündigt – der Liebe und eines Umzugs wegen.“ Mit vier 7,5 Tonnern, drei Sprintern und drei Kombis holt das Fairkauf-Team Möbelspenden ab. „Eiche rustikal, dreieinhalb Meter wuchtig geht allerdings überhaupt nicht“, weiß Fahlbusch. Dringend gesucht werden Elektrogeräte, Kochtöpfe und kleine Schränke.

Durch den Verkauf der Spenden hat Fairkauf im Vorjahr zwei Millionen Euro eingenommen. Der größte Teil des Geldes ist für Personal bestimmt. „Ich habe hier Porzellan entdeckt, wie es meine Eltern in den 70er Jahren verschenkt haben“, sagt Özkan. Auch sie sei ein Fan von Second Hand: „Am liebsten schau ich da nach Tüchern oder Hüten.“

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