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ERSTE IDEEN: In der  "Partizipative Galerie" zeigen Kai Gläser und Laura Drechsler bunte Visionen.

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© Michael Wallmüller

Nach Kritik aus Hannovers Ratsfraktionen

OB lenkt ein in Sachen Kulturhauptstadt-Bewerbung

Schluss mit der Kritik an der Verwaltungsvorlage. Die hannoverschen Ratsfraktionen sollen entscheidend mitarbeiten, damit Hannover Europäische Kulturhauptstadt 20ß25 wird. Das regt jetzt OB Stefan Schostok an.

Hannover. Alles wieder gut in Sachen Bewerbung um den Titel Europäische Kulturhauptstadt 2025? OB Stefan Schostok hat nichts dagegen, dass der bisherige Entwurf überarbeitet wird. „Ihre Hinweise würde ich gerne aufgreifen“, lässt er die Kulturpolitiker aller Fraktionen wissen.

Übereinstimmend hatten die Experten festgestellt, dass die vom OB-Büro vorgelegte Drucksache „nicht unbedingt unsere Erwartungen und Ansprüche erfüllt“. So fasst Michael Wiechert (CDU), Vorsitzender des Kulturausschusses, die Diskussion zusammen. In der SPD-Fraktionssitzung soll sie gestern weitergeführt worden sein.

Der große Knatsch, von vielen befürchtet, von wenigen herbeigesehnt, ist wahrscheinlich ausgeblieben. Denn OB Stefan Schostok lenkt ein. Werde anstelle der Verwaltungsvorlage ein fraktionsübergreifender Antrag eingebracht (was er vorschlage), könne das den Prozess beschleunigen. Der breite politische Konsens sei so „gewährleistet und nach außen dokumentiert“, schreibt Schostok in einem Brief an die Kulturpolitiker, der der NP vorliegt.

Schostok appelliert, den gesteckten Rahmen von zwei Millionen Euro für die Bewerbung nicht auszuweiten. Zeitlicher Ablauf und Details sollten mit dem noch gesuchten externen Berater abgestimmt werden. Und: Über den Antrag soll nur der Kulturausschuss befinden. Alle anderen Gremium, inclusive des OB-Ausschusses, „erhalten Ihre Vorlage zur Kenntnis“.

Für die CDU kommt diese Position zwar spät, aber gut an. Sie hatte davor gewarnt, bei der Bewerbung um den Titel als Europäische Kulturhauptstadt parteipolitische Fronten zu ergreifen. Viel zielführender sei, wenn alle Fraktionen im Interesse der Stadt und ihrer Bürger gemeinsam an einer aussichtsreichen Bewerbung arbeiteten.

Bei den Grünen heißt es, Schostoks Brief sei ein „klares Zeichen von Größe. Anzuerkennen, dass die Fraktionen den Prozess gestalten möchten und sein Entwurf einfach nicht interfraktionell erfolgreich gewesen wäre“, sei ihm hoch anzurechnen. „genau die richtige Entscheidung.“

Das war übrigens nicht die einzige Entscheidung, die der OB revidiert hat. Nach NP-Informationen ist ab sofort wieder Kulturdezernent Harald Härke für alle Angelegenheiten des Kulturhauptstadtbüros zuständig. Die Vorbereitung der Bewerbung gehört zu seiner Zuständigkeit.

Von Vera König


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