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Wahlausschüsse entscheiden über Listen

Nur acht Unterstützer für NPD

Die Wahlausschüsse haben entscheiden: Die AfD darf mit ihrer Landesliste antreten zur Bundestagswahl. In der Stadt Hannover ist die Bewerberin der NPD nicht als Direktkandidatin zugelassen.

Hannover. 200 Stimmen sind erforderlich, um sich um ein Bundestags-Direktmandat zu bewerben. Die Studentin Christina Krieger (NPD), die im Wahlkreis 41 die Abgeordnete Kerstin Tack (SPD) herausfordern wollte, wird aber nur von acht Männern und Frauen unterstützt. Einstimmig hat der Wahlausschuss der Stadt deshalb den Vorschlag der rechtsextremen Kleinpartei nicht zugelassen.

Das war aber auch die einzige Überraschung in der Sitzung, die Wahlleiter Carsten Köller und sein Team sorgsamst vorbereitet hatten. 8500 Unterschriften mussten sie sichten und bewerten, davon 6500 für die Landeslisten.

Die Schlappe für die NPD fanden viele erfreulich. FDP-Parteichef Patrick Döring nach der Sitzung zur NP: „Offenbar gibt es die NPD in Hannover nicht mehr.“ SPD-Mann Bernd Rödel meint: „Das ist gut auch fürs Image der Stadt.“

Amtlich ist jetzt, dass die AfD zur Bundestagswahl am 24. September mit ihrer Landesliste antreten kann. Die Beschwerden gegen die Aufstellung seien teilweise haltlos, generell nicht schwerwiegend genug gewesen, so Landeswahlleiterin Ulrike Sachs in ihrer Bewertung. Die Rechtspopulisten bieten 25 Bewerber auf, darunter nur drei Frauen. Die ersten aussichtsreichen Plätzen haben Landeschef Paul-Armin Hampel sein Vize aus Hannover, Jörn König.

Nicht genug Unterstützer-Unterschriften kamen bei „Bündnis C – Christen für Deutschland“, „Die Urbane. Eine HipHop Partei“ sowie „Menschliche Welt - für das Wohl und Glücklich-Sein aller“ zusammen. Die drei Landeslisten sind demnach nicht zugelassen. Es bleibt bei 18 und 357 Bewerbern. Der jüngste ist 21, der älteste 79 Jahre alt. der Frauenanteil liegt bei 33,9 Prozent. Noch weniger Kandidatinnen für den Bundestag als die AfD (zwölf Prozent) bietet die Partei „Freie Wähle“ mit zehn Prozent auf.

Im Norden Hannovers, im Wahlkreis 41, treten elf Parteien mit Direktkandidaten an, im Süden zehn. Auch der Kreiswahlausschuss hat für die Wahlkreise 43 (Hannover Land I) und 47 (Hannover-Land II) in der Region über die Zulassung der eingereichten Vorschläge entschieden. Ergebnis: Im Wahlkreis 43 treten eine Frau und sechs Männer an. Vor vier Jahren hatten sich noch zehn Bewerber um das dortige Direktmandat beworben.

Vier Frauen und vier Männer werden im Wahlkreis 47 auf dem Stimmzettel stehen. Mit acht Wahlvorschlägen hat sich die Zahl der Kandidaten gegenüber der vorherigen Bundestagswahl nicht verändert.

Von Vera König


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