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Meine Stadt Nordufer: Ist es die Tat eines Serientäters?
Hannover Meine Stadt Nordufer: Ist es die Tat eines Serientäters?
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06:15 04.11.2012
Inzwischen hat die Kriminalpolizei die Spurensuche am Maschsee beendet. Nun beginnt die Suche nach Zeugen. Quelle: Elsner
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Hannover

Nur eine von mehreren Parallelen zum Mordfall Monika P.: Die 24-jährige Polin war vor gut zwei Jahren ebenfalls durch Messerstiche in die Brust getötet worden, auch ihren Körper hatte der Täter zerteilt und dann am Ihme-Ufer abgelegt. Die Frage, die sich Hannover stellt: Läuft ein Serientäter durch die Stadt, der Frauen ersticht und sie zerstückelt?

Markant: Die Fundorte der Leichenteile liegen nur knapp einen Kilometer auseinander. Andrea B. wurde am Nordost-ufer des Maschsees gefunden, Monika P. an der Legionsbrücke an der Ritter-Brüning-Straße (Linden-Süd). In beiden Fällen hatte sich der Täter ein Gewässer ausgesucht, um die Körperteile zu entsorgen.

Bei Monika P. waren Torso und Beine in blauen Müllsäcken verschnürt. Der Mörder könnte auch bei Andrea B. die abgetrennten Leichenteile eingepackt haben. Zwar trieben Torso und Beine nackt an der Oberfläche des Maschsees, im Wasser wurde aber reichlich blaues und gelbes Plastik entdeckt. Dass sie möglicherweise in beiden Fällen denselben Täter sucht, bestätigte die Polizei gestern nicht. Und dennoch: „Wir prüfen Zusammenhänge“, so Polizeisprecherin Martina Stern.

Im Maschsee setzten Taucher gestern die Suche nach Spuren unterhalb des Fackelträgers und im Bereich des Bootsanlegers fort. Polizeivizepräsident Thomas Rochell machte sich am Mittag vor Ort ein Bild von der Lage. Die Tatwaffe konnte bislang nicht gefunden werden.

Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass der Täter die Leichenteile von Andrea B. im nördlichen Bereich in den Maschsee warf. Die Obduktion ergab, dass Torso, Beine, Arme und Kopf der 44-Jährigen nicht allzu lange im Wasser gelegen haben können. Polizeisprecherin Anja Gläser: „Wenn überhaupt, gehen wir von wenigen Tagen aus.“ Inzwischen ist eine Mordkommission eingerichtet. Die Ermittler konnten die Identität von Andrea B. aufgrund ihrer Fingerabdrücke schnell klären. Sie waren beim Bundeskriminalamt gespeichert. Grund ist ein Ermittlungsverfahren gegen die 44-Jährige wegen eines Drogendelikts vor mehreren Jahren. Die Polizei konnte gestern keine Angaben dazu machen, ob die Tote als Prostituierte gearbeitet hatte.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde Andrea B. am Sonnabend noch vor ihrer Wohnung in Burg gesehen. Gegen 20 Uhr verliert sich allerdings die Spur der 44-Jährigen. Die Mordkommission interessiert sich nun dafür, wer die Frau zuletzt gesehen hat. Ebenso relevant sind für die Ermittler Zeugen, die im Bereich Arthur-Menge-Ufer verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise unter Telefon 0511/1095555.

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