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Meine Stadt Neuer Zoff: Verwalter droht Zukunftswerkstatt mit Klage
Hannover Meine Stadt Neuer Zoff: Verwalter droht Zukunftswerkstatt mit Klage
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00:17 05.01.2018
Beliebt: Seit seiner Eröffnung im vergangenen Juni zählte der Nachbarschaftstreff tausende Besucher.   Quelle: Fotos: Kuttner/Franson
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Hannover

 Erneut Unruhe im Ihme-Zentrum: Dem Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum ist jetzt für sein Nachbarschaftszentrum eine Nutzungsuntersagung durch den Rechtsanwalt des Verwalters ins Haus geflattert.

Das Nachbarschaftszentrum will mit Kulturveranstaltungen aber auch Bewohner-Cafés und Planungstreffen dazu beitragen, dass Bewegung in die verfahrene Situation kommt. Was möglicherweise nicht allen passt. „Es gibt einzelne Eigentümer, denen der jetzige Zustand lieber ist“, mutmaßt Gerd Runge, Architekt, Mitinitiator der Zukunftswerkstatt und mittlerweile über seine Firma auch Eigentümer der Räumlichkeiten, um die es geht.

Es handelt sich dabei um eine Gewerbefläche im zweiten Obergeschoss des Komplexes. „Das ehemalige Büro des Statikers“, erklärt Runge. Zunächst hatte der Verein die Räume gemietet. „Als die Eigentümerin verkaufen wollte, hatten wir schon einiges in Umbauten investiert.“ Also habe er selbst gekauft.

Wie üblich war dabei der Verwalter des Ihme-Zentrums, Torsten Jaskulski, beteiligt, wie schon zuvor bei der Abschließung des Mietvertrages. Er habe also genau gewusst, wofür die Räume genutzt würden und keinen Einspruch eingelegt, so Runge. Weshalb die Nutzungsuntersagung irritiere.

Neben Workshops und Vorträgen gibt es in der Zukunftswerkstatt unter anderem auch Theateraufführungen und Konzerte. „Aber nur Jazz und Klassik. Wir haben Lautstärketests gemacht und uns mit den Anwohnern besprochen“, beteuert Runge. Beschwerden habe es nie gegeben.

Jaskulski aber agiert offenbar im Auftrag von Eigentümern, die sich möglicherweise durch die kulturellen Aktivitäten gestört fühlen könnten. Eine Stellungnahme wollte der Hausverwalter am Dienstag nicht abgeben.

Runge vermutet eine offensive Konfliktstrategie. Auch die Fristsetzung – das am 27. Dezember eingegangene Schreiben habe den Vollzug bis zum 29. Dezember, 12 Uhr, verlangt – ziele offenbar auf eine Klage.

Von Andreas Krasselt

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