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Meine Stadt Neue Studentenwohnungen – aber sind die auch bezahlbar?
Hannover Meine Stadt Neue Studentenwohnungen – aber sind die auch bezahlbar?
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00:21 10.03.2018
Klagesmarkt  Quelle: hannova
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hannover

 Conti-Campus und Uni-Hauptcampus sind nur einige hundert Meter weg, die Innenstadt mit Kröpcke nicht unwesentlich weiter und das Szeneviertel mit Kneipen und Bars entlang des Engelbosteler Damms quasi um die Ecke: In bester Lage am Klagesmarkt/Ecke Arndtstraße realisiert die städtische Wohnungsbaugesellschaft hanova 98 Mikroappartements, die sie für studentisches Wohnen zur Verfügung stellen will. Im Sommer 2019 sollen sie fertig sein.

Neben den Mikroapartments in der Größe von 26 Quadratmetern werden in dem fünf- bis siebengeschossigen Immobilienkomplex auch 18 Drei-Zimmer-Wohnungen zwischen 42 und 75 qm und sechs Mietwohnungen mit jeweils 140 qm entstehen. Sie verfügen über sieben Zimmer, seien ideal für Wohngemeinschaften.

20 Millionen Euro steckt das Unternehmen in den Umbau der Immobilie, die seit 2016 in ihrem Besitz ist. Zum Wintersemster 2019/ 2020 sollen die Appartements dann bezugsfertig sein. Neu gestaltet wird im Zuge dieser Baumaßnahmen zudem der Discounter-Supermarkt im Erdgeschoss. Auch ein Café mit angeschlossenem Waschsalon wird es geben.

Und: Den Zugang zu dem Apartmenthaus mit den insgesamt 122 Wohnungen soll ein Concierge überwachen, der als Hausmeister und Pförtner agiert. „Nanos“ nennt die Baugesellschaft ihr Projekt – und übersetzt das selbst mit minimal maximal wohnen.

Ob in diese „Nanos“ allerdings tatsächlich Studierende einziehen, ist fraglich, denn die Wohnungen sollen nach aktuellem Stand nicht gefördert werden. Eberhard Hoffmann, Chef des hannoverschen Studentenwerks, geht deshalb bei Lage und Ausstattung von einer Monatsmiete von über 400 Euro aus: „Dieses Vorhaben trifft den Kern nicht so richtig.“ Laut einer Sozialstudie könnten sich bundesweit nur 16 Prozent aller Studierenden diese Preisklasse leisten. In Hannover könne man 80 Prozent der Studentenwerks-Wohnungen mit 250 Euro Monatsmiete anbieten. „Wir sind schließlich nicht München oder Hamburg“, so Eberhard Hoffmann.

Von andreas voigt

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