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So soll sich der neue Landtag ins Stadtbild einfügen.© dpa

Hannover

Neue Runde im Streit um Landtag-Abriss

Mit einer klaren Mehrheit hat das Parlament für einen Neubau des niedersächsischen Landtags in Hannover gestimmt. Der Streit um den Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes ist damit jedoch nicht vom Tisch. Jetzt drohen Klagen.

Hannover. Die Witwe von Landtags-Architekten Dieter Oesterlen kündigte bereits an, Klage einreichen zu wollen. Auch der ehemalige Landtagspräsident Horst Milde kritisierte die Pläne scharf. „Mit dem Bagger wird ein Stück Geschichte zerstört“, sagte der SPD-Politiker der „Nordwest-Zeitung“ (Mittwoch) in Oldenburg.

Der im Jahr 1962 eingeweihte Plenarsaal muss dringend saniert werden. Die Heizung ist defekt, die Belüftung schlecht, es fehlen Tageslicht und Platz für Besucher. Dennoch dürfe dieser nicht einfach abgerissen werden, betonte Milde. Das Gebäude sei ein Symbol für den Wiederaufbau des Landes und der neu entstandenen parlamentarischen Demokratie nach dem Zweiten Weltkrieg. Den Abgeordneten warf er mangelnden „Respekt vor der Geschichte des Hauses“ vor.

 

Mehr als drei Stunden hatten die Parlamentarier am Dienstag über die Zukunft des Plenargebäudes gestritten. Schließlich stimmten 91 von 152 für den Entwurf des Architekten Eun Young Yi aus Köln, der pompöse Glasfassaden vorsieht. Nicht mehr als 45 Millionen Euro soll der Neubau nach Vorstellung der Abgeordneten kosten.

 

Wann der Abriss beginnt, ist noch unklar. Das letzte Wort hat nun die staatliche Baukommission, die auch das EU-Vergaberecht beachten muss. Die Witwe Eva Oesterlen könnten den Zeitplan zudem deutlich verzögern. „Wenn abgerissen wird, werden wir Klage einreichen“, sagte ihr Rechtsanwalt. lni


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