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Meine Stadt Neue Dampflok für den Zoo Hannover
Hannover Meine Stadt Neue Dampflok für den Zoo Hannover
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14:42 03.05.2010
Vorsicht hebt ein Radlader die Lok im Zoo Hannover in Position. Quelle: dpa
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Die zwei Meter große bemalte Schürfschüssel vor dem Eingang des Bergwerkstollens „Yukon Mine Company“ verrät bereits: Hier entsteht eine Kanadalandschaft, die Goldgräberstimmung aufkommen lassen soll. Aber noch dominieren Kräne das Bild - zumindest wenn man vor der verschlossenen Absperrung steht. Der - wie in Kanada - strenge Winter verzögerte die Bauarbeiten, nun läuft der Endspurt.

Der nach der afrikanischen Themenwelt „Sambesi“ zweite Schwerpunkt des Zoos ist fast fertig. Am Montag ist das Areal um einen weiteren Blickfang reicher geworden. Neben Häusern, einem Schiff und Tiergehegen steht nun der Nachbau des kanadischen Dampfzuges „Duchess“ auf dem 22 000 Quadratmeter großen Gelände. Sie dient als Absperrung zwischen dem Reich der Karibus und Bisons. Ein Unternehmen aus Hildesheim baute die sechs Meter lange und sechs Tonnen schwere Lok samt zwei Waggons in knapp 1000 Arbeitsstunden nach.

Noch Hand anlegen müssen die Bauarbeiter bei dem auf Grund gelaufenen Frachtschiff „Yukon Queen“, das sich im nachgebauten Hafen befindet. Die 39 großen Fensterscheiben, die den Zuschauern den Blick frei machen auf das, was sich später unter Wasser im Becken abspielt, sind zwar angebracht. „Aber auf dem Schiffsdeck muss noch ein Biotop für die Pinguine gebaut werden“, sagt Klaus-Michael Machens. Auf dem Dampfer soll zusätzlich ein Schlepper stehen, der später die Sicht auf die Tennisplätze hinter dem Zoo verdecken soll. Im Schiffsinneren werden noch Böden gelegt und Dekorationen an den Wänden angebracht.

Gleich nebenan im Eisbärengehege müssen die Zwischenbereiche beider Gehege angebracht werden, erzählt Hagenmeyer. Auf der anderen Seite der Attraktion bauen die Handwerker an der Konstruktion der Sitze für die Tribüne. Von dort aus kann das Publikum sich die Robbenshow anschauen. Machens reagiert zwischen all den hämmernden, bohrenden und montierenden Handwerkern vollkommen gelassen und sagt zuversichtlich: „Alles wird rechtzeitig fertig.“

Der Weg durch das 32 Millionen Euro teure „Yukon Bay“ soll eine Reise durch die raue Wildnis werden, meint der Zoochef. Ähnlich wie die Goldgräber des 19. Jahrhunderts sollen die Besucher Wald, Felsen, Schluchten und Höhlen durchqueren, bis sie in den Hafen von „Yukon Bay“ gelangen. Bald werden dann auch die Zoobewohner wie Eisbären, Seebären und Präriehunde einquartiert. Insgesamt sollen 100 Tiere von 15 Arten zu sehen sein.

Mit „Yukon Bay“ erhofft sich Machens ein Besucherplus. „Bislang besuchten 1,2 Millionen Menschen den Zoo. Mit der neuen Attraktion sollen es 200 000 mehr werden“, sagt der Direktor. Darüber hinaus entstehen 320 neue Parkplätze. Einziger Wermutstropfen für die Besucher: Auch die Eintrittspreise werden erhöht. dpa

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