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UMSTRITTEN: Die Bebauung des Steintors sieht zwei Torhäuser vor. Die Ratsopposition lehnt diese Pläne kategorisch ab. Foto: Treblin

UMSTRITTEN: Die Bebauung des Steintors sieht zwei Torhäuser vor. Die Ratsopposition lehnt diese Pläne kategorisch ab. Foto: Treblin© Nigel Treblin

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Hannover

Nächster Schritt in Richtung Steintor-Bebauung

Worte wie „Hütchenspielertrick“ oder „Nebelkerze“. Eine CDU-Fraktion, die aus Protest wegen eines kurzfristigen rot-grünen Änderungsantrags an der Abstimmung nicht teilnimmt, und Zuhörer, die bei Wortbeiträgen der Opposition klatschen: Die Diskussion um die Steintor-Bebauung in der gemeinsamen Sitzung von Umwelt- und Bauausschuss führte Rot-Grün vor Augen, dass sein Bauprojekt das Zeug dazu hat, zu einem zentralen Thema im Kommunalwahlkampf 2016 zu werden.

Hannover. Zum bislang bekannten Vorhaben - zwei sogenannte Torhäuser - haben SPD und Grüne drei Änderungen beschlossen: In die Überplanung fließen die angrenzenden Georg- und Schmiedestraße mit ein. Die Stadt soll prüfen, ob die U-Bahn-Station Steintor in die neuen Gebäude integriert werden kann. Und als Ausgleich sollen angrenzende Straßen und Plätze sowie die Dächer der beiden Neubauten „intensiv begrünt werden“.

Am Nein von CDU, FDP, Linke, Piraten und „Hannoveranern“ änderten diese Punkte nichts - für sie nimmt die Bebauung der Innenstadt die Luft zum Atmen. „In Europa leben größere Städte von ihren Plätzen. In Hannover werden sie vernichtet“, sagte etwa Bauexperte Felix Blaschzyk. Er schlug stattdessen eine optische Aufwertung und den temporären Bau einer öffentlichen Eislauffläche im Winter vor: „So wie es viele Städte machen.“

SPD-Bauexperte Ewald Nagel und Umweltfachmann Patrick Drenske von den Grünen verteidigten die Pläne vehement. Die Steintorbebauung habe den Sinn, dringend benötigten Wohnraum in der Innenstadt („Die Leute wollen kein Haus auf der grünen Wiese“) und zugleich einen attraktiven Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen. Formal wurde am Mittwoch die Auslegung des Bauplanes beschlossen. Ihn können Bürger nun für vier Wochen in der Bauverwaltung einsehen.


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