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Meine Stadt Nach geplantem Überfall: 96 lässt Talente nicht im Stich
Hannover Meine Stadt Nach geplantem Überfall: 96 lässt Talente nicht im Stich
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00:16 12.02.2016
96-Geschäftsführer Martin Bader sichert den drei suspendierten U19-Spielern Fürsorge zu. Quelle: Treblin
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HANNOVER.

„Das ist eine ernste Sache“, sagte U-23-Coach Michael Krüger. Der Tenor ist aber klar: Die Spieler sind zwar suspendiert, 96 will sie aber nicht im Stich lassen. Der Verein versicherte am Dienstag, man werde die Teenager sowohl juristisch als auch sozial unterstützen. „Wir bewerten die Situation erst final, wenn die juristische Aufarbeitung erfolgt ist“, erklärte Martin Bader. Der 96-Geschäftsführer als auch Trainer Stendel hatten mehrfach mit den Spielern gesprochen.

„Grundsätzlich haben wir eine Fürsorgepflicht für diese jungen Menschen“, meint Bader. „Dieser Fürsorgepflicht werden wir versuchen, gerecht zu werden.“ Die Spieler hatten Anfang Februar vor, ein Casino in Lauenau zu überfallen. Zwar haben sie die Tat am Ende nicht begangen, sich aber offenbar darauf vorbereitet.

Die Polizei war auf einen Audi aufmerksam geworden, an dem gestohlene Nummernschilder befestigt waren. Im Wagen wurden eine Schreckschusspistole und Sturmhauben entdeckt. Aufgefallen war das Auto den Beamten, weil die drei im Halteverbot geparkt hatten – allerdings noch nicht vor der Spielhalle. Nun wird ermittelt, ob es sich um versuchten Raub handelte.

Gut möglich, dass die Spieler nur eine kleine Strafe erwartet. „Bei der Bewertung kommt es grundsätzlich auf Einzelheiten an. Wo ist die Schwelle zwischen einer Idee und einem Versuch? Es muss zum unmittelbaren Ansetzen zur Tatbegehung kommen“, erklärt der Leitende Oberstaatsanwalt in Bückeburg, Martin Applebaum. Zur Bewertung sei es laut Applebaum zu früh. So sei nicht klar, ob die Schreckschusswaffe unters Waffengesetz falle. Am Ende könnte also nur der Kennzeichendiebstahl rechtlich relevant werden. Der Imageschaden für 96 ist aber auch ohne Verurteilung groß genug.

dt/seb

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