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Meine Stadt Nach verhinderter Schlägerei wird Langzeitverwahrung geprüft
Hannover Meine Stadt Nach verhinderter Schlägerei wird Langzeitverwahrung geprüft
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16:32 05.11.2016
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Hannover

Auf dem Parkplatz vor einem Baumarkt, hatte die Polizei allerdings ausschließlich 96-Chaoten angetroffen. Warum zu dem vermutlich geplanten Aufeinandertreffen mit Fans der Eintracht keine Braunschweiger kamen, ist bisher unklar.

Von den 170 festgesetzten Personen konnten 50, vorwiegend Jugendliche, noch am Abend wieder gehen. Sie dürfen allerdings am Sonntag nicht nach Braunschweig. 116 Personen werden im Laufe des Samstags einem Richter vorgeführt. Am Nachmittag hatte dieser bereits 78 Anordnungen zum Langzeitgewahrsam bis Sonntag um 20 Uhr ausgesprochen, die weiteren folgen, wie die Polizei mitteilte. Die gleiche Zahl ist auch Andreas Hüttel bekannt, er vertritt einige der Betroffenen. "Für mich ist die Sache heute erstmal erledigt, alle, die ich betreut habe, bleiben da und nehmen das hin", sagt der Anwalt. Ob gegen die Festgesetzten spätere Verfahren zukommen, werde er abwarten. Noch zeige sich auch ihm die Situation als sehr undurchsichtig.

Bei dem Großeinsatz der Polizei wurden zahlreiche Vermummungsgegenstände und Schlagwerkzeuge festgestellt. Flüchtende konnten auch mit Hilfe einer Wärmebildkamera eines Hubschraubers in einem Wald, auf einem Feld und in einer nahegelegenen Kleingartenkolonie aufgespürt werden. Unter den potenziellen Schlägern waren drei Frauen.

Bei dem Eingreifen wurde ein Polizist verletzt - er wurde von dem Auto eines Flüchtenden angefahren.

Einsatzleiter Guido von Cyrson zieht ein positives Resümee und appelliert an alle Fans: "Wir haben durch den heutigen Einsatz nicht nur Gefahren abgewendet, sondern werden mit den geplanten freiheitsentziehenden Maßnahmen in letzter Konsequenz auch das Gefahrenpotenzial des bevorstehenden Spiels erheblich reduzieren können. Und nun hoffen wir darauf, dass alle Fußballfans am Sonntag ein friedliches Spiel verfolgen können."

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