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Tiere

Nach angeblicher Misshandlung von Zoo-Elefanten liegen Gutachten vor

Es gibt neue Vorwürfe. Peta hatte die Zoo-Verantwortlichen wegen Tierquälerei angezeigt.

Hannover. Nach der Strafanzeige von Peta gegen den Zoo Hannover wegen mutmaßlicher Misshandlungen von Elefanten liegen nun alle von der Staatsanwaltschaft beauftragten Gutachten vor. „Das letzte Gutachten ist angekommen“, sagte Staatsanwältin Kathrin Söfker der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Die abschließende Prüfung der Unterlagen werde aber noch einige Zeit dauern. Von Peta kamen unterdessen neue Vorwürfe gegen den Zoo.

Laut Peta hatte sich bei der Tierrechtsorganisation eine Augenzeugin gemeldet, die vergangene Woche im Zoo beobachtet habe, wie ein Tierpfleger einem der Elefanten „einen Elefantenhaken mit Gewalt in die Haut gerammt hat“. Sie hat demnach auch geschildert, dass die Elefanten entspannt wirkten, bis die Tierpfleger das Gehege betraten. Den Tieren sei der plötzlich ansteigende Stress anzumerken gewesen.

Die Staatsanwältin bestätigte, dass Peta ihrer Behörde mitgeteilt habe, dass es eine Zeugin gebe, die etwas beobachtet haben will. „Wir werden sie demnächst vernehmen“, so Söfker weiter.

Auch Videos wertet die Staatsanwaltschaft in dem Fall aus. Peta hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch umfangreiches Filmmaterial nachgereicht. Rückblick: Im Frühjahr wurde bekannt, dass Peta den Zoopflegern vorwirft, die Elefanten mit Haken und Peitschen zu misshandeln. Heimlich von Peta aufgenommene Videos hatte das ARD-Magazin „Report Mainz“ am 4. April gezeigt. Die Aufnahmen stammten vom Herbst 2016 von Kameras in der Elefantenanlage des Zoos.

Peta hatte die Zoo-Verantwortlichen wegen Tierquälerei angezeigt. Der Zoo weist die Vorwürfe nach wie vor zurück und lässt die Herde von Experten begutachten. Schon kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe waren Professoren der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) im Zoo, um die Elefanten und ihr Verhalten anzuschauen. Ende Juli seien zudem zwei Experten der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) nach Hannover gekommen, teilte der Zoo Hannover mit.

„Sie haben die Elefantenherde in Augenschein genommen und lange auf der Anlage beobachtet, die Tagesprotokolle, veterinärmedizinische Aufzeichnungen und das Ausbildungskonzept durchgesehen“, schilderte eine Zoo-Sprecherin. Darüber hinaus hätten die Experten eine kommentierte Fütterung im Zoo verfolgt und Trainingsabläufe mit den Mitarbeitern durchgesprochen.

Es habe intensive Gespräche geben. Die Begutachtung sei aber noch nicht abgeschlossen, hieß es vom Zoo. Weitere Experten-Termine sollen folgen, bevor die EAZA eine finale Einschätzung abgeben kann.

Peta hatte zuvor mitgeteilt, dass sich eine Augenzeugin bei ihnen gemeldet habe. Die Frau hatte nach Angaben von Peta vergangene Woche im Zoo beobachtet, wie ein Tierpfleger einem der Elefanten „einen Elefantenhaken mit Gewalt in die Haut gerammt hat“. Die Staatsanwältin bestätigte, dass Peta ihrer Behörde mitgeteilt habe, dass es eine Zeugin gebe, die etwas beobachtet haben will. „Wir werden sie demnächst vernehmen“, so Söfker weiter.

Im Frühjahr wurde bekannt, dass Peta den Zoopflegern vorwirft, die Elefanten mit Haken und Peitschen zu misshandeln. Peta hatte die Zoo-Verantwortlichen daraufhin wegen Tierquälerei angezeigt.

Von Kristina Wienand (dpa)

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