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Meine Stadt Nach Großkontrollen: Steintor-Wirte kritisieren Polizeiarbeit
Hannover Meine Stadt Nach Großkontrollen: Steintor-Wirte kritisieren Polizeiarbeit
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22:29 29.09.2010
Großeinsatz: Vergangenen Samstag nahm die Polizei das Steintor ins Visier. Die Wirte im Rotlichtviertel sind wenig amüsiert. Quelle: Elsner
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Hannover. Besonders verwundert sind die Gastronomen der acht Clubs (Sansibar, Kiez-Club, Havana-Club, Intensivstation, Bayern-Stadl, Heartbreak Hotel, Rocker und Eve-Klub), dass die Polizei „immer von jährlich 2000 Straftaten rund ums Steintor“ spricht, sagt Werner Schenk von der Intensivstation. Die Zahl errechnet sich aus allen Straftaten, die sich im Bereich Am Hohen Ufer, Goethestraße, Georgstraße, Schmiedestraße, Am Marstall, Lützowstraße und Münz­straße ereignet haben. „Aber die Frage ist doch: Wie viele Straftaten gibt es bei uns im Viertel? Also in der Reitwallstraße, Scholvin- und Reuterstraße“, sagt Werner Rieb vom Bayern-Stadl.

Die Polizei sieht sich nicht imstande, diese Frage zu beantworten. Sprecher Stefan Wittke hält sie auch nicht für wichtig. Denn man gehe davon aus, dass „alles, was sich in diesem Bereich tummelt, irgendwann in den Clubs war oder in die Clubs geht“. Er stellt aber klar: „Auf Straßen und Plätzen – nicht in den Clubs – passieren die Straftaten.“

Sauer stößt der Polizei vor allem das „Bodyguard-Security-Team“ der Hells Angels auf, das an fast allen Türen der Kiezclubs zu finden ist. „Die Türsteher waren in der Vergangenheit gegenüber Beamten aggressiv und haben Personenkontrollen behindert“, erklärt Wittke. Außerdem würden sie ihre Befugnisse im Kiez überschreiten. So wie bei den Harley Days im August des Jahres. Damals kontrollierten Sicherheitskräfte Besucher auf mitgebrachten Alkohol. Aus „wirtschaftlichen Gründen“, wie Werner Schenk von der Intensivsta­tion versichert.

Für Sicherheit und Ordnung sei aber allein die Polizei zuständig, kritisiert Wittke. Deshalb werde man künftig Präsenz zeigen. Kiez-König Frank Hanebuth bleibt gelassen: „Wir wissen, wer der Ordnungsfaktor im Staat ist.“ Aber man habe in den vergangenen zehn Jahren auch erstklassige Arbeit gemacht.

(Von Stefan Fleer)

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