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Meine Stadt Nach Bahn-Unglück in Hannover: Strecke weiter dicht
Hannover Meine Stadt Nach Bahn-Unglück in Hannover: Strecke weiter dicht
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17:41 07.09.2010
Die zerstörte Bahn steht noch immer an der Unglücksstelle, die Strecke ist weiterhin gesperrt Quelle: Elsner
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HANNOVER. Nach dem schweren Unfall von Montag fordert die Üstra eine Überprüfung der Straßenführung. Ein Lkw war am Jädekamp auf die Gleise gefahren, der Fahrer eines Silberpfeils konnte nicht mehr rechtzeitig stoppen. Bereits 2008 hatte es dort einen ähnlichen Unfall gegeben.

Üstra-Sprecher Udo Iwannek nannte die Verkehrsführung gestern „relativ kompliziert“. Die Unfallkommission mit Vertretern von Stadt, Polizei und Üstra müsse „gemeinsam schauen, ob man Maßnahmen ergreifen kann“.

Schwerer Stadtbahnunfall am Montagmorgen in Hannover: Ein abbiegender Lastwagen hat eine Bahn gerammt. Sieben Menschen wurden verletzt, der Bahnfahrer schwer.

Iwannek ging Dienstag davon aus, dass die Strecke auch Mittwoch noch gesperrt bleibt. „Die Bahn ist so stark verzogen, dass wir sie nicht über die Gleise abschleppen können.“ Ein Spezialtieflader sei bisher nicht zu bekommen. „Davon gibts nur eine Hand voll und die sind alle für eine Messe in Berlin im Einsatz.“

Der Ersatzverkehr mit Bussen könne „nur ein Notbehelf“ sein, bedauerte Iwannek, gerade im Berufsverkehr sei es möglich, dass wartende Fahrgäste einen vollen Bus fahren lassen müssten.
Derzeit bemüht sich die Üstra um die Adressen der acht Verletzten.

„Wir wollen unsere Anteilnahme ausdrücken“, so der Sprecher. Falls nötig sollen auch Hilfsangebote – etwa Psychologen – vermittelt werden. Der 22-jährige Bahnfahrer wurde Dienstag an den mehrfach gebrochenen Beinen operiert. „Es geht ihm schon etwas besser.“ Vorstand Wilhelm Lindenberg hat ihn besucht.

Der Lkw-Fahrer (46) war vom Conti-Gelände gekommen und wollte, über die Araltankstelle an der B6, auf die A2 fahren. Beim Abbiegen übersah er den Silberpfeil, der in Richtung Roderbruch unterwegs war. Dieser rammte den Lastzug mit mindestens 30 Stundenkilometern.

„Zum Unfallgeschehen können wir ansonsten noch keine näheren Angaben machen“, erklärte ein Sprecher der Polizei – die Ermittlungen liefen noch. Um genauere Aussagen zu treffen – etwa zu Ampelschaltungen – müssten Gutachten und die Aussage des Stadtbahnfahrers abgewartet werden.

Definitiv geklärt ist aber, dass der Lkw-Fahrer beim Unfall nicht unter Alkoholeinfluss stand, das hat ein Test gezeigt. Nach seiner Aussage bei der Polizei konnte er gehen. Der Laster wird noch näher untersucht.

Für Rollstuhlfahrer bietet die Üstra im Bereich der Sperrung einen Taxiservice an. Er kann über die Notrufsäulen an den Bahnsteigen angefordert werden.

Meike Kornek, Dirk Altwig

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