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Meine Stadt Mutter wegen mutmaßlicher Messerattacke vor Gericht
Hannover Meine Stadt Mutter wegen mutmaßlicher Messerattacke vor Gericht
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10:49 27.07.2016
Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Laut Staatsanwaltschaft fügte Natalia Z. im Verfolgungswahn ihrem Kind mehrere Schnittwunden an Hals und Handgelenken zu – während das Mädchen auf dem Sofa lag. Sie soll geäußert haben, ihr Kind vor Zwangsprostitution schützen zu wollen. Nach der Tat, so die Antragsschrift, verletzte sie sich mit der 20 Zentimeter langen Klinge selbst und alarmierte die Rettungskräfte.

Die Verhandlung wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit ge-führt. „Dies dient zum einen dem Schutz vor Stigmatisierung des Angeklagten, zum anderen aber auch dem Schutz des Opfers“, erklärt Gerichtssprecher Stephan Loheit. Wenn persönliche Lebensumstände wie auch psychische Erkrankungen erörtert werden, sei es daher nötig, die Öffentlichkeit auszuschließen.

Fest steht jedoch, dass das Mädchen lebensbedrohliche Verletzungen aufwies und in der MHH notoperiert werden musste. Die Wunden waren bis zu zwei Zentimeter tief. Die Beweglichkeit der linken Hand konnte nicht vollständig wiederhergestellt werden.

Aufgrund ihrer Psychose kommt für Natalia Z. eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht. Die Staatsanwaltschaft stuft die Angeklagte als gefährlich ein. Es sei zu erwarten, dass sie weitere erhebliche Straftaten verübt, heißt es in der Antragsschrift.

Zwei weitere Verhandlungstermine sind angesetzt. „Es ist jedoch möglich, dass bereits am Donnerstag ein Urteil verkündet werden kann“, so Rechtsanwalt Harald Lemke-Küch.

von Janina Scheer

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