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Nahverkehr

Muss die Üstra jetzt zum Stress-Test?

Ist in den U-Bahntunneln genug Platz, um künftig mehr Fahrgäste zu befördern? Die CDU-Fraktion in der Regionsversammlung bezweifelt das. Vorsitzender Eberhard Wicke fordert: „Wir brauchen einen Stresstest für alle Tunnel.“

Hannover. Mit einer Computersimulation soll ermittelt werden, wie viele Züge pro Stunde durch die Röhren passen - dabei könne auch geprüft werden, ob durch eine neue Signaltechnik mehr Platz auf den Gleisen geschaffen werden kann. Wicke beklagt: „Schon heute warten in Spitzenzeiten häufig Züge vorm Tunnel.“ Einen elektronischen Stresstest hat es auch beim umstrittenen Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 gegeben, um die Kapazität der Anlagen zu testen.

Üstra-Sprecher Udo Iwannek sagte gestern, es gebe keine Kapazitätsprobleme und sie seien auch nicht zu erwarten. Auf dem Tunnelabschnitt mit den meisten Linien (die 4, 5, 6 und 11 von Steintor bis Braunschweiger Platz) fährt derzeit je Richtung alle 2,5 Minuten eine Bahn. Planer der Üstra gehen davon aus, dass auch zwei Minuten möglich sind.

Auf der stark genutzten Linie 4 (Garbsen - Roderbruch) könnte der Takt auf fünf Minuten halbiert werden. Auf den andern Linien könne mit drei Wagen gefahren werden. Iwannek: „Auf den anderen Tunnelstrecken sind die Leistungsreserven noch größer.“

Durch die Signale, die im Tunnel den Abstand der Züge sichern, gibts allerdings Grenzen bei der Zahl der Züge oder der Geschwindigkeit. Bei Tempo 30 dürfen die Züge relativ dicht aufeinander folgen. Im Tunnel sollen die Bahnen aber Geschwindigkeit machen. Beim Höchsttempo von 70 verdoppelt sich der Sicherheitsabstand.

Gestern erläuterten CDU-Mann Wicke auch die Ablehnung von neuen Niederflurbahnen auf der Linie 10. Mit Blick auf die seit langem gebauten Hochbahnsteige sagte er: „Wir fangen nicht bei Null an.“ Die Mehrkosten eines zweiten Stadtbahnsystems in der selben Stadt seien nicht zu rechtfertigen. Bei der Abstimmung Mitte Juni seien die Abgeordneten aber frei in ihrer Entscheidung.


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