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Meine Stadt Muss die Üstra beim Strom Millionen draufzahlen?
Hannover Meine Stadt Muss die Üstra beim Strom Millionen draufzahlen?
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00:16 21.12.2012
KEINE STADTBAHN OHNE STROM: Der Üstra-Chef ist besorgt über die laufende Diskussion. Quelle: ralf decker
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Hannover

Der Üstra-Vorstandsvorsitzende André Neiß sagte gestern: „Wenn die Befreiung 2013 fällt, würde das für uns eine Verteuerung des Stroms von rund 3,9 Millionen Euro im Jahr bedeuten. Wir empfinden das als Skandal.“ Neiß rechnete vor, dass die?Üstra die Fahrpreise um drei Prozent erhöhen müsste, um die Mehrkosten aufzufangen – zusätzlich zu den ohnehin üblichen Preiserhöhungen. Das ergebe?dann einen Aufschlag von rund sechs Prozent.

Der Üstra-Chef schloss eine solche Erhöhung gestern ausdrücklich aus, beim Kunden sei das nicht durchsetzbar. „Nahverkehr soll preiswert sein“, so Neiß, „wir würden eventuell Kunden verlieren, wenn die Fahrpreise um sechs Prozent steigen.“ Woher käme also das Geld? Neiß: „Das bliebe bei der Region Hannover hängen.“ Die Region trägt das Defizit der Üstra – in diesem Jahr könnten es bis zu 25 Millionen Euro werden. Ulf-Birger Franz, der Verkehrsdezernent der Region, sagte gestern, er hoffe, dass es auch weiterhin bei der Befreiung des Nahverkehrs von der Abgabe bleibe: „Es ist doch total widersinnig, ausgerechnet das umweltfreundlichste Verkehrsmittel mit einer Sonderabgabe zum Klimaschutz zu belasten.“

Franz ging gestern davon aus, dass die Mehrkosten zumindest teilweise die Fahrgäste treffen würden, die Region könne die Mehrbelastung der Üstra nicht einfach ausgleichen. Denkbar seien etwas höhere Fahrpreisaufschläge und auf der anderen Seite eine Verringerung des Verkehrsangebots. Fahrten im Großraum-Verkehr könnten abbestellt werden, um Kosten zu sparen.

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