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Meine Stadt Museum zeigt ausgestopften „Kurti“
Hannover Meine Stadt Museum zeigt ausgestopften „Kurti“
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00:16 22.05.2017
MINISTER, DIREKTORIN, WOLF: Stefan Wenzel mit Katja Lembke im Landesmuseum am ausgestopften Kurti. Quelle: Foto: Kutter
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HANNOVER

Eine tierische Berühmtheit ist von Sonntag an im Landesmuseum zu sehen: Kurti, von einem Polizeischarfschützen am 27. April 2016 in der Heide erschossener Problem-Wolf, ist Hauptexponat der Ausstellung „Der Wolf – ein Wildtier kehrt zurück“.

Der Rüde, amtliche Bezeichnung MT6, ist der erste Wolf, der seit Rückkehr dieser Tierart nach Deutschland legal getötet wurde. Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne), der 2016 Kurtis Abschuss angeordnet hatte, stellte die teils interaktive Schau im Bereich „NaturWelten“ des Landesmuseums vor – mit Direktorin Katja Lembke und Kuratorin Christiane Schilling.

Kurti, Star der kleinen Ausstellung im Erdgeschoss, war erst Mittwoch nach vielen Monaten und hunderten Stunden Arbeit fertig präpariert.

Jetzt steht das im Alter von zwei Jahren erschossene Tier – mit den Vorderläufen auf einem kleinen Hügel – am Ende der Schau. Der Jungwolf war mutmaßlich angefüttert worden und hatte sich immer wieder Menschen genähert.

„Die Ausstellung ist ein interessanter Lernort. Wolf und Mensch haben seit Jahrtausenden ihren Lebensraum geteilt, aber viel Wissen darüber ist verloren gegangen. Das Landesmuseum vermittelt anschaulich die Bedeutung des Tieres im Ökosystem und damit verbundene Herausforderungen“, so Wenzel.

Auf Nachfrage sagte der Umweltminister, dass die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen ihn eingestellt worden seien. Mehrere Dutzend Bürger hatten Wenzel nach dem von ihm angeordneten Abschuss von Kurti angezeigt – meist wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

„Wir präsentieren Fakten, die nicht verharmlosen, aber auch nicht übertreiben“, kommentierte Museums-Chefin Lembke die neue Schau. Die hat übrigens – wie einst ihr Hauptexponat – eine Affinität zum Wandern: Nach dem 15. Oktober zieht sie nach Lüneburg um.

Von Andreas Körlin

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