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Neubau

Münchner Architekten gestalten Conti-Zentrale

Die Continental AG setzt auf Wachstum. Mehr als 50 Milliarden Euro Umsatz bis zum Jahr 2020 ist das ehrgeizige Ziel des Unternehmens. Dafür braucht es mehr Mitarbeiter – und die sollen es auch in Hannover gut haben. Auch und gerade in der neuen Hauptverwaltung, die bis 2021 am Pferdeturm entstehen soll. Die Pläne dafür hat die Conti am Mittwoch vorgestellt.

Hannover. „Wir wollten nicht in die Höhe bauen, sondern eine Struktur mit Campuscharakter“, erklärte Conti-Chef Elmar Degenhart bei der Vorstellung des Siegerentwurfs, für den sich eine Jury in ihrer finalen Sitzung erst am Dienstag entschied. 13 Architekturbüros aus Deutschland und ganz Europa hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Gewonnen hat ihn das Münchner Architekturbüro Henn, das sich gegen zwei weitere Büros durchgesetzt hatte, die es in die Endausscheidung geschafft hatten.

Auffälligstes Merkmal das Gebäudekomplexes, der sich über zwei Grundstücke nördlich und südlich der Hans-Böckler-Allee erstrecken wird, ist die gläserne, 40 Meter lange Brücke, die sich in acht Metern Höhe als Verbindung über die Straße spannen wird. Luftig und leicht wirken soll sie. Für den Gang ist eine Höhe von vier Metern vorgesehen. Ein Motiv, das Architekt Gunter Henn auch in den übrigen Teilen des Gebäudekomplexes aufgreift. Denn der Gang wird Teil einer Endlosschleife sein, auf der sich die Mitarbeiter begegnen und miteinander in Austausch kommen sollen.

Besprechungsräume und Lounge-Bereiche wird es dort geben, außerdem sollen Modelle von Prototypen ausgestellt werden, die zur Diskussion anregen sollen. Ein „Symbol für Vernetzung und Austausch“ solle der Neubau sein, verkündete Conti-Chef Degenhart. Ziel sei „netzwerkartige Kommunikation und Arbeitsweisen zu fördern“.  Die Conti solle „wahrgenommen werden als attraktivster Arbeitgeber in der Branche“.

In der derzeitigen Hauptverwaltung des Unternehmens an der Vahrenwalder Straße sind 900 Mitarbeiter untergebracht. Im Neubau werden es zunächst 1250 sein. Bei Bedarf kann aber schnell durch Anbauten Platz für insgesamt 1600 Beschäftigte geschaffen werden. Das werde man „von der Entwicklung des Unternehmens abhängig machen“, so Degenhart.

Der Spatenstich für den Neubau ist für April 2018 vorgesehen. Pünktlich zum 150. Geburtstag der Conti im Jahr 2021 soll dieser bezugsfertig sein.

Unklar ist derzeit allerdings noch, wie viel die neue Konzernzentrale kosten wird. Zunächst hatte die Conti die Kosten auf einen „hohen zweistelligen Millionenbetrag taxiert“. Vorstandschef Degenhart deutete bei der Vorstellung der Pläne jedoch an, dass diese noch höher ausfallen könnten. Er hofft, „gegen Ende des Jahres eine zuverlässige Zahl nennen zu können“.   

 boh


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