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Meine Stadt Mordsstress bei Hannovers Kripo - Beamte am Limit
Hannover Meine Stadt Mordsstress bei Hannovers Kripo - Beamte am Limit
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15:00 15.01.2013
Auf Spurensuche: Hannovers Mordkomission hat mehr Arbeit als Mitarbeiter. Quelle: Marius Becker
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Hannover

Die hannoversche Polizei leidet unter Mordsstress. Zurzeit arbeiten Beamte parallel in sechs Mordkommissionen (Moko). 70 Ermittler sind im Einsatz - der Kripochef musste bereits Verstärkung anfordern, um den Aufwand zu bewältigen.

Eine ungewöhnlich hohe Zahl von Tötungsdelikten in ebenso ungewöhnlich kurzem Zeitabstand erschüttert momentan Hannover.Zwischen einem Eifersuchtsdrama mit tödlichem Ausgang an Heiligabend in Linden-Süd sowie dem Auffinden der toten Rentnerin Walburgis Maria G. in ihrer Wohnung im Roderbruch und dem ermordeten Wolfgang Liehs am Freitag in einer Wohnung am Davenstedter Markt (Davenstedt) lagen nur knapp drei Wochen.

Auch am Sonntag suchte die Polizei in der Wohnung des Mordopfers in Davenstedt nach Spuren. NP-Fotograf Geoffrey May machte Bilder.

In den jüngsten Fällen sichern die Mordkommissionen (Mokos) „Maria“ und „Markt“ an den Tatorten noch die Spuren. Auch die Moko „Fackel“ sucht nach Beweisen in der Wohnung von Alexander K. Der 24-Jährige wird im sogenannten Torso-Mordfall verdächtigt.

Die Arbeitsbelastung der Beamten in den Mordkommissionen ist so hoch, dass Kripo-Chef Bernd Gründel inzwischen Verstärkung angefordert hat. Kollegen aus verschiedenen Inspektionen der Polizeidirektion Hannover greifen den Kollegen nun unter die Arme.

Sechs Mordkommissionen, von denen drei gleichzeitig an den Tatorten noch Spuren sichern, hat es in Hannover schon lange nicht mehr gegeben. Zuletzt soll die Arbeitsbelastung der Beamten in den 90er Jahren so hoch gewesen sein.

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