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DIE LAUBE: Hier, inseinem Garten, soll sich Bernd M. bei gutem Wetter oft auf-gehalten haben.Fotos: Dröse

DIE LAUBE: Hier, in seinem Garten, soll sich Bernd M. bei gutem Wetter oft aufgehalten haben.© Rainer Droese

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Hannover

Mordfall Bernd M.: Bestürzung in Kleingärten

Bestürzung in der Kleingartenkolonie Burgland: In der Siedlung an der Lotte-Gebhardt-Straße (Burg) hatte Bernd M. († 70) eine Parzelle.

Hannover. „Bei schönem Wetter jeden Tag“ sei der Mann, dessen zerstückelte Leiche vor einigen Tagen im Mittellandkanal gefunden wurde, dort gewesen. Die Gartennachbarin, die das sagt, möchte ihren Namen nicht in der Zeitung lesen. Bis vor wenigen Jahren hatte sie sich oft mit Bernd M. getroffen: „Wir haben nette Stunden verbracht, das war sehr schön.“

Ab und zu sei er mit einem seiner drei Kinder zu Besuch gewesen. Nachdem seine Lebensgefährtin gestorben sei, sei der Kontakt aber abgerissen. Bernd M.s Verhalten habe sich in den vergangenen Jahren verändert, berichtet die Frau. Zuletzt habe ihn ein Nachbar gebeten, das Radio nicht so laut laufen zu lassen: „Darauf hat er sich nicht eingelassen.“

Früher habe er dagegen gern geholfen und kleine Reparaturen gemacht: „Das konnte er alles.“ Aber auch schon damals sei er „ab und zu laut geworden“. In den vergangenen Monaten sei vor allem ein Bekannter von M. immer wieder dort gewesen. Der habe auch einen Schlüssel gehabt. Vermutlich handelt es sich dabei um den Mann, der den 70-Jährigen als vermisst gemeldet hat.

Von außen wirkt der Garten von Bernd M., nur wenige Minuten Autofahrt von der Wohnung des Manns an der Haltenhoffstraße entfernt, gepflegt. Der Rasen ist gemäht. Hinter dem Metalltor wacht die Statue eines schwarzen Schäferhunds, auf der Wäscheleine flattert ein Kleidungsstück. Kleingartenalltag. Nur ein gelbes Siegel am Tor weist auf die Polizeidurchsuchung hin. Zu deren Ergebnissen konnte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Montag „noch nichts sagen“. Fortgesetzt worden sei auch die Spurensuche in der Wohnung des Opfers. Das sei laut Klinge aber nur das „Vorspiel“.

Die dort gefundenen Hinweise würden durch die Polizei und das Landeskriminalamt weiter bearbeitet: „Wir müssen schauen, ob sich daraus schlüssige Hinweise ergeben.“ Auch sonst fehlt den Ermittlern weiterhin die entscheidende Spur. 70 Hinweise seien bei der Polizei eingegangen. „Wir gehen allen Hinweisen einzeln nach, es gibt derzeit aber noch keinen konkreten Anhaltspunkt auf den Täter“, sagte Klinge. Nicht weitergebracht hat die Ermittler die CD, die sie gefunden hatten. Sie konnte zugeordnet werden. „Das war ein Geschenk von Bekannten“, erklärt Klinge – mehr aber auch nicht. Noch vermisst wird das Auto des Toten, ein silberner Peugeot. Auch Teile der Leiche fehlen weiterhin.


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