Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Mörder kommt frei - Schlappe für Richter in Hannover
Hannover Meine Stadt Mörder kommt frei - Schlappe für Richter in Hannover
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:01 17.02.2010
Anzeige

Hannover. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat die nachträglich Sicherungsverwahrung für den heute 49-Jährigen aufgehoben. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, gibt es keine neuen Beweise für eine Rückfallgefahr. Der Mann sei schon bei seiner Verurteilung 1994 als gefährlich eingestuft worden. Damit hätte damals bereits die Sicherungsverwahrung angeordnet werden können.

Dass das Landgericht Hannover dies versäumte, war aus Sicht der Karlsruher Richter ein Fehler. Dieser könne aber im Nachhinein nicht korrigiert werden. Die Vorschriften zur nachträglichen Sicherungsverwahrung ließen dies nicht zu. Damit muss der Verbrecher auf freien Fuß kommen, sobald er seine Reststrafe aus der ersten Verurteilung verbüßt hat. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hannover ist das am 26. November der Fall.

Der 49-Jährige hatte im Jahr 1984 seine erste Ehefrau getötet. Das Landgericht Hildesheim verurteilte ihn dafür zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren. Diese Strafe musste der Mann nur teilweise verbüßen und wurde 1989 auf Bewährung aus der Haft entlassen. Er heiratete erneut, tötete im Mai 1993 aber auch seine zweite Frau und deren Sohn. Das Landgericht Hannover verurteilte ihn deshalb 1994 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 15 Jahren. Diese Haftzeit hat er komplett abgesessen. Derzeit verbüßt der 49-Jährige den Rest der siebeneinhalb Jahre Haft von 1984.

Die Richter in Hannover gingen bereits bei der zweiten Verurteilung des Mannes davon aus, dass seine Persönlichkeitsstruktur Hintergrund der Taten war. Er sei „leicht kränkbar, unausgewogen in Durchsetzung und Passivität, ein auf die eigene Geltung bedachter Mensch mit einem ausgeprägten Bedarf an Anerkennung und Neigung zu impulsiv unbedachten Verhaltensmustern“, hieß es im Urteil von Januar 1994. Schon damals stellte das Gericht fest, dass der Mann „für künftige Partner eine erhebliche Gefahr“ darstelle. Die Sicherungsverwahrung schlossen die Richter dennoch aus. lni

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach der Entführung seines zwei Monate alten Sohnes ist ein 29-Jähriger wieder in Haft. Der Mann hatte am Montag gedroht, sich mit dem Säugling vom Balkon seiner Wohnung in Hannover in den Tod zu stürzen.

17.02.2010

Beim sogenannten Enkeltrick täuschen Betrüger eine persönliche Beziehung und eine Notlage vor. In Barsinghausen ging diese Masche jetzt gründlich in die Hose - mit einer verkleideten "Oma" hat das vermeintliche Opfer den Täter überführt.

17.02.2010

Noch nichts vor am Wochenende? Hier sind unsere Tipps für Familien, für Motorradfahrer und für Schlagerfreunde.

17.02.2010
Anzeige