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Meine Stadt Mönche malen in Hannover ein Sandmandala
Hannover Meine Stadt Mönche malen in Hannover ein Sandmandala
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21:10 12.06.2016
Quelle: Heusel
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Hannover

„Es geht darum, den Buddha in das Mandala einzuladen. Dann darf man sich mit den Werten identifizieren“, erklärt der Mönch Palden Öser (50) aus Tibet. In dieses Mandala wurde der Buddha Avalokiteshvara eingeladen – für Liebe und Mitgefühl. Mit einer feierlichen Zeremonie, in der der Mamorsand gesegnet wurde, lösten die Mönche das Mandala gestern auf. Anschließend durften sich die Teilnehmer gesegneten Sand mitnehmen. „Man baut lange etwas auf, es hat Bedeutung, aber es hält nicht für ewig“, sagt Lobsang Chöki (52). Die Buddhistin, die mit bürgerlichem Namen Barbara Kirchhof heißt, ist seit drei Jahren Nonne. Dass tibetische Mönche in Deutschland zu Gast seien, um ein Mandala zu erstellen, sei eine Seltenheit. Deswegen kam die Nonne extra aus Heidelberg.

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Die Mönche im Tibet-Zentrum in Hannover haben eine Woche lang an einem Sandmandala gearbeitet. Sonntag wurde es in einer Zeremonie wieder zerstört. Fotos: Heusel

Das Auflösen des Mandalas war das Ende des 14-tägigen Aufenthalts der Mönche. In der ersten Woche stellten sie Thormas her. Bilder mit den heiligen Symbolen des Buddhismus. Diese schmückten bei der Zeremonie den Raum. Während der zweiten Woche arbeiteten die Mönche täglich an dem Mandala. Ein Ereignis: „Wir freuen uns sehr, dass in dieser Zeit jeden Tag Schulklassen vor Ort waren“, sagt Myriam Abdel-Rahman Sherif (43), Vorstand des Tibetzentrums. Doch trotz der Zerstörung des Mandalas ließen die Mönche etwas da: gesegneten Sand in der Leine. Für den Fluss der Vergänglichkeit.

Mandy Sarti

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