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Modeinteressierte lassen sich das Studium erklären. Foto: Behrens

Fahmoda

„Modedesign ist eine Leidenschaft“

Am Sonnabend veranstaltete die Fahmoda einen Tag der offenen Tür. Dutzende Interessierte besuchten die Akademie für Mode und Design und bekamen einen tiefen Einblick in die Ausbildung. Und die Modeschüler gewährten Einsicht in ihre Vorbereitungen auf die Fashion Finals am 27. Februar im Sprengel Museum.

Hannover. Modeschüler kommen aus ganz Deutschland, Italien und sogar der Schweiz, um die Fahmoda Hannover zu besuchen. Damit die Studieninteressenten einen Einblick in den Modealltag erhalten, öffnete die Privatschule am Samstag die Türen.
„Ich wollte immer Kostümbildnerin werden, da ist es naheliegend, Modedesign zu studieren. Ich finde es aber viel besser, an eine Schule zu gehen. Gerade die Fahmoda hat mich überzeugt“, erzählt Hannah Fischbeck (14). Kein Wunder, dass das Mädchen begeistert ist, an nur einem Tag konnte die Neuntklässlerin die gesamte Akademie kennenlernen. Vom Schnittmuster über eine Konzeptmappe bishin zur fertigen Kollektion – es wurde alles gezeigt.

Modeschülerin Clara Siegenthaler (23) weiß, was die Akademie einzigartig macht: „Die Kombination aus einem dualen System ist so besonders, dass ich extra aus Würzburg hergezogen bin.“ Der Abschluss besteht nämlich aus einem Gesellenbrief im Maßschneiderhandwerk und der Prüfung zum staatlich geprüften Modedesigner – die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Wer will, kann dann sogar noch an die Partnerhochschule in Doncaster gehen und dort seinen Bachelor machen. Das ist aber nur mit Hochschulreife möglich. Für das Studium in Hannover genügt hingegen der Realschulabschluss.

„Wir versprechen nicht irgendwas – wir haben einen guten Ruf“, weiß Schulleiterin Karin Lilienthal. Deswegen haben die Modeschüler auch die Möglichkeit, bei namhaften Modelabels Praktika zu absolvieren.
Solche Erfahrungen konnte auch Modeschüler Hakan Solak (22) sammeln – er machte ein Praktikum bei Wolfgang Joops Label Wunderkind. „Ich konnte viel lernen, aber die Modebranche ist ein hartes Pflaster“, erklärt der 22-Jährige. Doch seine Erfahrungen helfen ihm besonders dabei, seine Kollektion für die „Fashion Finals“ am 27. Februar im Sprengel Museum fertig zu stellen – denn am Ende der Ausbildung steht dort die Präsentation der eigenen Kollektion.

„Es ist toll zu sehen, wie die fertige Modenschau aussieht“, sagt die 14-jährige Besucherin Fischbeck begeistert, nachdem sie ein Video aus dem vergangenen Jahr gesehen hat. Das könne sich das junge Mädchen auch vorstellen – allein deswegen weil sie so gerne Kleider zeichne. Die Direktorin ist von der Ambition begeistert: „Es kommen diejenigen zu uns, für die Modedesign eine Leidenschaft ist.“

Mandy Sarti


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