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Meine Stadt Mitarbeiter wollen Käßmann wieder als Bischöfin
Hannover Meine Stadt Mitarbeiter wollen Käßmann wieder als Bischöfin
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17:10 20.05.2010
RÜCKKEHR? Kirchenmitarbeiter wünschen sich Margot Käßmann wieder in Amt und Würden. Quelle: dpa
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HANNOVER. Die Mitarbeitervertretung forderte am Donnerstag den Kirchensenat in Hannover auf, die zurückgetretene Theologin für eine neue Amtszeit vorzuschlagen. Käßmann war nach einer Alkoholfahrt im Februar von ihren kirchlichen Spitzenämtern zurückgetreten. Bei ihren öffentlichen Auftritten auf dem Ökumenischen Kirchentag in München war die beliebte Theologin jetzt begeistert empfangen worden.

Die Kandidatensuche für die Nachfolge Käßmanns als Bischöfin von Hannover hat bereits begonnen. Wie ein Sprecher der Landeskirche mitteilte, werde der Kirchensenat ein bis drei Kandidaten für das Amt vorschlagen. Die Wahl ist auf der Herbstsynode Ende November geplant. Spätestens sechs Wochen vorher werden die Kandidaten bekannt gemacht. Käßmann hatte bislang keinerlei Ambitionen geäußert, in der Kirche gleich wieder Führungsaufgaben zu übernehmen. Sie ist weiterhin Pastorin der Landeskirche, zunächst noch ohne feste Aufgabe. Die hannoversche Landeskirche ist die bundesweit größte der evangelischen Kirchen.

Käßmanns Nachfolger an der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist bis zur Neuwahl im Herbst der rheinische Präses Nikolaus Schneider. Er gilt auch als aussichtsreichster Kandidat für die Wahl. Im August will Käßmann für einen viermonatigen Studienaufenthalt in die USA gehen. Sie werde bis Dezember das Herbstsemester an der Emory-University in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) verbringen, hatte die Kirche mitgeteilt. Zuvor sind noch Predigten unter anderem in Hannover und Berlin sowie Lesungen geplant.

Käßmann war am 24. Februar von ihren Ämtern zurückgetreten, weil sie nach dem Überfahren einer roten Ampel mit 1,54 Promille am Steuer ihres Dienstwagens gestoppt worden war. Zu den Umständen der privaten Fahrt im Zentrum Hannovers hatte sie sich nicht geäußert. Zur Strafe muss Käßmann rund 8000 Euro Buße zahlen und für mindestens zehn Monate auf ihren Führerschein verzichten. dpa

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