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UNMUT IN DER LIST: Anwohner und Angehörige der Bürgerinitiative Walderseestraße ärgern sich über Raser und Falschparker an der vielbefahrenen Straße. Die Stadt verspricht mehr Überwege zur Verkehrsberuhigung.

UNMUT IN DER LIST: Anwohner und Angehörige der Bürgerinitiative Walderseestraße ärgern sich über Raser und Falschparker an der vielbefahrenen Straße. Die Stadt verspricht mehr Überwege zur Verkehrsberuhigung.© Michael Joos

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Verkehr

Mit Tempo 145 über die „Stadtautobahn“

Es wird gerast, gehupt, dicht aufgefahren: „Die Walderseestraße wird Tag ein Tag aus vergewaltigt. Das ist kein Zustand hier.“ Andreas Kunze (40) lebt mit seiner Familie an der Eilenriede - und der angrenzenden, viel befahrenen Walderseestraße in der List.

Hannover. „Es ist eine regelrechte Stadtautobahn, an der große Gefahr insbesondere für Kinder herrscht. Das muss aufhören“, fordert Kunze.

Der zweifache Vater kämpft schon lange um eine Verkehrsberuhigung, er gründetet eine Bürgerinitiative, der sich mittlerweile etwa 60 Personen angeschlossen haben. Und offenbar haben die Bemühungen des Vereins auch bei der Stadt Gehör gefunden: Es sollen entlang der Straße fünf zusätzliche Überquerungsstellen entstehen, um mehr Sicherheit zu schaffen und den Verkehr zu entschleunigen.

Am Freitag trafen sich Angehörige der Bürgerinitiative zu einer Ortsbegehung. Und auch an jenem Nachmittag wendeten Lkw-Fahrer in waghalsigen Manövern und Autos rauschten gefährlich dicht am Bürgersteig vorbei. Auch Sandra Fischer (35) beteiligte sich mit ihren Kindern (1,3) und ihrem Ehemann an dem Marsch. Ständig drehte sie sich um und achtete darauf, dass ihr Nachwuchs nicht zu nah an der Straße entlangläuft. „Ich würde mich ja schon freuen, wenn die Leute hier wenigstens mit Tempo 50 fahren würden“, so die Mutter.

Dass die Straße auch als Rennstrecke fungiert, hat Andreas Kunze schwarz auf weiß: Im September hat der Verein mit der Uni Braunschweig zwei Wochen lang Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen. „Wir hatten Spitzenwerte von bis zu 145 Stundenkilometern“, so der 40-Jährige. „Vor allem abends wird gerast. Und sobald der Berufsverkehr vorbei ist, geben die Leute richtig Gas.“ Als nervig empfinden Anwohner auch Falschparker. „Sonst werden immer gleich Tickets verteilt, aber hier interessiert es wohl niemanden“, sagte Ulrike Krause von der CDU-Ratsfraktion. „Die Polizei muss Falschparker aufschreiben!“

Kurz nachdem der Protestzug an seinem Wagen vorbeigegangen ist, kehrte ein Geschäftsmann (44) zu seinem Auto zurück. Darauf angesprochen, dass er nicht vorschriftsmäßig auf der Straße, sondern zur Hälfte auf dem Gehweg parkte, gab er zu: „Ich habe mich einfach eingereiht. Außerdem hatte ich Angst, dass mir einer den Außenspiegel abfährt.“


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