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WAND AUSWASSER:Julia Baumertraste mitihrem ForddurchsWasser - ein Brems-undAusweichtest.

WAND AUS
WASSER:
Julia Baumert
raste mit
ihrem Ford
durchs
Wasser -
ein Brems-
und
Ausweichtest.© Nigel Treblin

Verkehr

Mit Sicherheit im Auto gehts ab in die Disko

Sind Autofahrer zwischen 18 und 25 im Straßenverkehr besonders gefährdet? „Ja, das ist so. Vor allem weil sie zu wenig Fahrerfahrung haben“, sagt Uwe Klöppel, Organisationsleiter des ADAC-Fahrsicherheitszentrums in Laatzen.

Hannover. Der Automobilclub bietet daher täglich speziell abgestimmte Trainingsstunden für Jungfahrer an.

Etwa 2000 Fahranfänger testen jährlich ihr Können auf dem Gelände in Messenähe. Deutschlandweit haben im vergangenen Jahr 28 398 Teilnehmer das „ADAC Junge Fahrer-Training bis 25 Jahre“ absolviert.

„Hier können sie in sicherer Umgebung realitätsnahe Notsituationen ausprobieren“, so Klöppel. Ziel des ADAC sei es, junge Fahrer für Gefahrensituationen zu sensibilisieren.

Es ist jedoch keine voll umfassende Fahrausbildung, welche die Teilnehmer in Laatzen erhalten. Dazu reicht ein eintägiges Training auch gar nicht aus. Es gehe daher vielmehr darum, „ihnen überhaupt mal zu zeigen, wie es sich anfühlt, die Kontrolle über sein Auto zu verlieren“, erklärt Klöppel.

Und natürlich wird auch thematisiert, wie sich gefährliche Situationen im Straßenverkehr von vornherein vermeiden lassen. „Anfängern fällt es häufig schwer, das Fahrtempo richtig einzuschätzen. Sie wissen nicht, wie schnell oder langsam sie in Kurven fahren sollten und müssen, zum Beispiel bei Diskofahrten, mit besonders großen Ablenkungsfaktoren umgehen können“, so Fahrsicherheitstrainer Stefan Bertram.

Doch nicht nur Fahranfänger falle es schwer, da angemessen zu reagieren. „Das sind bei jungen und alten Fahrern die Hauptgründe für Unfälle. Da muss man in jedem Alter vorsichtig sein“, so Bertram.

Julia Baumert (18) aus Peine war gestern nicht zum ersten Mal Teilnehmerin eines Sicherheitstrainings in Laatzen: „Ich hatte schon einen Unfall. Da bin ich im Dunkeln gegen einen parkenden Lkw gefahren. Das war krass“, so die 18-Jährige.

Sie brauche ihren Wagen täglich, deswegen habe sie das Auto auch besser kennen lernen wollen: „Wie ASR und ABS (Antriebsschlupfregelung und Antiblockiersystem, die Red.) funktionieren, lernt man in der Fahrschule gar nicht - zumindest nicht in der Praxis“, erklärt Baumert. Auch ihr Cousin Maximilian Baumert (20) nahm gestern an dem Training teil, er sagte abschließend: „Ich hoffe, ich kann behalten, was wir heute gelernt haben. Vielleicht gelingt es mir, dieses Können in den alltäglichen Straßenverkehr mitzunehmen“.

Das achtstündige „Junge Fahrer-Training bis 25 Jahre“ kostet inklusive Mittagessen 131 Euro für ADAC-Mitglieder, sonst kostet es zehn Euro mehr. Anmeldungen sind telefonisch unter 05102/93060 und im Internet möglich.

www.fsz-hannover.de

Tobias Welz


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